Mi., 30.11.2016

„Großstörung“ bei Helinet Telefon ist tot und das Internet blockiert

Über die Störung wurden die Helinet-Kunden mit diesem allgemeinen Hinweis informiert.

Über die Störung wurden die Helinet-Kunden mit diesem allgemeinen Hinweis informiert. Foto: di

Senden - 

Kunden von Helinet sind abgekoppelt. Für rund 2000 Anschlüsse gilt, dass Telefonieren und der Zugang zum Internet nicht funktioniert. Ursache ist ein defekter Server. Gegen 12 Uhr meldete das Unternehmen, den Fehler behoben zu haben.

Von Dietrich Harhues

(Update, 12.15 Uhr) Abgehängt: Für Helinet-Kunden ist seit heute Morgen das Online-Zeitalter unterbrochen. Doch nicht nur der Internetzugang ist blockiert, sondern auch beim Telefonieren stellt sich für die Kunden des regionalen Telekommunikationsunternehmen keine Verbindung her. Die Stimmung ist mindestens so frustig wie das Wetter frostig. In der Facebook-Gruppe „Du bist Sendener . . .“ machen viele ihrem Unmut Luft.

Auf ihrer Homepage teilt die Helinet ihren Kunden mit: „Aktuell kommt es im Bereich Münsterland/City 2020 zu Einschränkungen in der Telefonie und dem Internetdienst. Die Technik arbeitet bereits an einer Lösung. Wir bitten die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.“

Auf Anfragen der WN grenzt Martin Köster als Sprecher von Helinet die Ursache ein: Ein Server hat demnach das Problem verursacht. Per Fernsteuerung vom Firmensitz Hamm aus konnten die Techniker den Defekt nicht ausmerzen, sie rückten zum Standort des Servers nach Düsseldorf aus.

Gegen 12 Uhr teilte Helinet mit, dass der Fehler beseitigt worden ist. Die Kunden werden dann sukzessive wieder aufgeschaltet. Aufgrund des Datenvolumens ist für das Unternehmen rasch erkennbar gewesen, dass offenbar wieder Normalbetrieb herrscht. Für einzelne Störungsfälle stehe die Rufnummer 0 23 81/874 20 20 zur Verfügung.

„Es handelt sich um eine Großstörung, aber keinen GAU.“ Das Unternehmen geht auch davon aus, dass es nicht ins Visier von Hackern geraten sei.

Nach Auskunft der Deutschen Glasfaser sind für ihre Anschlüsse „keine größeren Störungen“ im Bereich Senden, Ottmarsbocholt und Bösensell registriert worden.

Wer beim Aufbruch ins Glasfaser-Zeitalter in Senden Helinet den Vorzug gegeben hat (wie dies eine Mehrheit in Senden getan hat), schaut in die Röhre. Rund 2000 Kunden, darunter offenbar auch mehrere Schulen, seien betroffen, bestätigt die Gemeinde Senden.

Die generelle Klage darüber, dass sich die Surf-Geschwindigkeit mit Glasfaser nicht spürbar verbessert, womöglich sogar verschlechtert hat, weist der Helinet-Sprecher zurück: „Die Bandbreite liegt an.“ Ob sich das Tempo auf dem Bildschirm des Nutzers erhöht, liege auch daran, wie schnell das Gegenüber ist. Stark nachgefragte Seiten bauen sich oftmals nicht so schnell auf, obwohl der Endkunde über einen schnellen Anschluss verfügt, gibt Köster zu bedenken.

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