Do., 01.12.2016

Heimatverein geht mit Bürgerhaus-Projekt in die Offensive: Sendener Wir-Gefühl soll wachsen

Klare Vorstellungen wie das Areal eines Sendener Bürgerhauses aussehen könnte, haben Agnes Wiesker und Karl Schulze Höping entwickelt.

Klare Vorstellungen wie das Areal eines Sendener Bürgerhauses aussehen könnte, haben Agnes Wiesker und Karl Schulze Höping entwickelt.

Senden - 

Der Heimatverein Senden hat Pläne für eine Begegnungsstätte für Bürger und Vereine entwickelt. Dazu soll ein altes Ackerbürgerhaus von der Gartenstraße auf ein Gemeindegrundstück versetzt werden.

Von Siegmar Syffus

Ein Haus für Bürger und Vereine, ein gemütlicher Treffpunkt, an dem sich das Sendener „Wir-Gefühl“ verbreiten und wachsen kann. Das ist ein langgehegter Wunsch des Heimatvereins. Als mögliches Domizil für eine solche Begegnungsstätte geriet in den vergangenen Jahren immer wieder das „alte Zollhaus“, das Haus Palz an der Münsterstraße, in den Fokus. Allerdings hatte die Bezirksregierung signalisiert, dass eine sogenannte „Förderzugänglichkeit“ zeitnah unter den gegebenen Umständen unwahrscheinlich ist (WN berichteten). Nun hat der Heimatverein Senden ein neues Konzept entwickelt, um ein Bürgerhaus verwirklichen zu können. Dieses soll am Freitag (2. Dezember) den Vorsitzenden der Sendener Ratsfraktionen vorgestellt werden.

„Zu Hilfe kam uns bei dem Vorhaben der Leerstand eines Ackerbürgerhauses von 1864 an der Gartenstraße. Darin stehen rund 230 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung“, berichtet Karl Schulze Höping, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Senden. „Das Gebäude soll allen Sendener Vereinen und Bürgern als Treffpunkt dienen“, ergänzt Agnes Wiesker, Vorsitzende des Heimatvereins. Dazu soll das Gebäude von seinem jetzigen Standpunkt auf ein geeignetes, gemeindeeigenes Grundstück versetzt werden. Auf diese Weise wurden vor etlichen Jahren bereits der Spieker und das Backhaus des Heimatvereins Ottmarsbocholt auf das Freigelände „Auf der Horst“ verpflanzt.

„Zurzeit ist es dem ehemaligen Ackerbürgerhaus nicht anzusehen, dass es sich um ein Fachwerkgebäude handelt“, erzählt Schulze Höping. Denn der ursprüngliche, nach wie vor erhaltene Bau wurde im Lauf der Jahrzehnte mit Klinkern beziehungsweise einem Putz ummantelt.

Ganz allein aus eigener Kraft kann der Heimatverein das gemeinnützige Projekt nicht stemmen. Dazu braucht er zunächst ein gemeindeeigenes Grundstück. Ferner werden entsprechende Finanzmittel benötigt. „Für unsere Vorhaben sind Fördermittel des Bundes, des Landes und der Gemeinde möglich. Einen weiteren Teil könnten wir aus Eigenmitteln, Eigenleistungen und Spenden beisteuern“, erläutert Schulze Höping. „Dazu hoffen wir, dass sich uns weitere Sendener Vereine anschließen, die künftig Nutzer sein werden“, sagt Wiesker.

Beim „Sendener Advent“ möchte der Heimatverein am Samstag (3. Dezember) die Werbetrommel für das Bürgerhaus rühren und vielleicht schon erste Einnahmen und Mitstreiter generieren. Am Stand, der zwischen Laurentiusbrunnen und Biete steht, werden Glühwein und Würstchen angeboten. Ferner wird die bisherige Planung vorgestellt. Außerdem können Interessierte alte Backsteine aus dem Originalhaus – teilweise bemalt von den Kindern der Kita St. Laurentius – erwerben. Für Sponsoren ist ein Ankauf von Handwerkerstunden geplant

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Das Gebäude soll allen Sendener Vereinen und Bürgern als Treffpunkt dienen.

Agnes Wiesker, Vorsitzende des Heimatvereins Senden

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