Mo., 20.03.2017

St. Johannes-Bruderschaft Zur Stabübergabe gibt´s Ovationen

Mit stehenden Ovationen wurde der langjährige Vorsitzende Andreas Brodherr (vorne, links) verabschiedet. Die neue Führungsriege bilden (kleines Bild, von links) Sascha Werth, Stefan Närmann, Stefan Vorspohl, Uwe Horstmann, Stefan Roß und Christian Scheipers.

Mit stehenden Ovationen wurde der langjährige Vorsitzende Andreas Brodherr (vorne, links) verabschiedet. Die neue Führungsriege bilden (kleines Bild, von links) Sascha Werth, Stefan Närmann, Stefan Vorspohl, Uwe Horstmann, Stefan Roß und Christian Scheipers. Foto: ure

Ottmarsbocholt - 

Mit Standing Ovations wurde der langjährige erste Vorsitzende der St. Johannes-Bruderschaft verabschiedet. Ein Nachfolger auf der Kommandobrücke wurde gefunden.

Von Ulrich Reismann

Was für eine emotionale Generalversammlung! Zweimal erhoben sich die 63 anwesenden Schützen im Laufe des Abends von ihren Plätzen, um Andreas Brodherr mit Standing Ovations zu verabschieden. Stehender und anhaltender Beifall, dies war Ausdruck von Dankbarkeit und Anerkennung für eine 23-jährige Vorstandsarbeit, davon die letzten acht Jahre als erster Vorsitzender. Am Samstagabend war nun Schluss damit. Das Ruder an der Kommandobrücke der St. Johannes-Bruderschaft übernimmt jetzt der bisherige Schriftführer Uwe Horstmann.

Unter der Führung von Andreas Brodherr hat es markante Veränderungen gegeben, an die Oberst Markus Möller, der als Wahlleiter fungierte, erinnerte. Zunächst sei dies das Vorziehen des Königsschießens vom Montag auf den Freitagabend gewesen. Dann hat man den Dillen verlassen und den Standort wechseln müssen. Zunächst zum Sportplatz und dann auf die Horst. „Ein Meilenstein“ sei schließlich das Jubiläum gewesen. Alles in allem „bewegende Zeiten“, wie es Brodherr in seiner Rückblende formulierte. Bei der Versammlung bedankte er sich „für das lange Vertrauen“ und bei seinen Kollegen für die Unterstützung. „Ich habe fertig. Und tschüss“, so waren seine letzten Worte, mit denen er sich verabschiedete.

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Es war eine bewegende Zeit.

Andreas Brodherr

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Auch Karl-Heinz Reckfort, der seit 2004 als Schatzmeister fungiert, stand für keine weitere Amtszeit zur Verfügung. Gleiches galt für Reinhard Ende, der acht Jahre Geschäftsführer gewesen ist. Alles in allem war es also ein Generationenwechsel, der sich da vollzog. Der neue Schatzmeister heißt Stefan Närmann. Reckfort konnte ihm die Kasse mit dem gleichen Bestand übergeben, wie er sie vor zwölf Jahren übernommen hatte. Die Geschäftsführer-Nachfolge tritt Stefan Roß an, neuer Schriftführer wird Sascha Werth. Der bisherige Kassierer Thomas Hillmoth wechselt aufs Pferd und avanciert als Nachfolger von Franz-Josef Zumvenne-Koch zur rechten Hand des Obersts. Auf die dadurch im Vorstand vakant gewordene Stelle wählte die Versammlung Stefan Vorspohl. In Anbetracht der Herkunft der „Neuen“ habe sich der Junggesellenverein „erneut als Talentschmiede bewiesen“, merkte dessen Vorsitzender Maximilian Hibbe an, der als Gast zunächst die Verdienste der bisherigen Amtsträger gewürdigt hatte und dann deren Nachfolgern gratulierte.

Den neuen Vorstand der St. Johannnsbruderschaft bilden: (von links) Sascha Werth, Stefan Närmann, Stefan Vorspohl, Uwe Horstmann, Stefan Roß und Christian Scheipers.

Den neuen Vorstand der St. Johannnsbruderschaft bilden: (von links) Sascha Werth, Stefan Närmann, Stefan Vorspohl, Uwe Horstmann, Stefan Roß und Christian Scheipers. Foto: ure

Uwe Horstmann schloss in seine Würdigung auch Holger Heine und Raphael Roberg mit ein, die sich zuletzt als Beisitzer bei den Jubiläumsfeierlichkeiten um den Verein verdient gemacht hätten.

Dann gab es da noch die Frage, ob der Festausschuss um eine Person aufgestockt werden sollte? Und ob das nach den Statuten überhaupt zulässig ist? Und die führte – nach etlichen Wortmeldungen – schließlich zu dem Ergebnis, dass dies gar nicht Sache der Generalversammlung ist, sondern in die Eigenverantwortlichkeit des Ausschusses fällt.

Ehrenmitgliedschaften: Warnung vor „Schnellschüssen“

Oberst Markus Möller sprach von einem „heiklen Thema“. Dabei ging es um die Ernennung von Ehrenmitgliedern. Bei wem sind die Verdienste, die er sich um die Bruderschaft erworben hat, so groß, dass ihm diese Auszeichnung gebührt? Möller warnte hier vor „Schnellschüssen“, denn die würden die Gefahr in sich bergen, „dass sich jemand übergangen fühlt“. Veranlassung, sich mit diesem Thema zu befassen, gab der von einem Mitglied in einem ganz konkreten Fall gestellte Antrag auf die Verleihung einer Ehrenmitgliedschaft. „Wenn der, dann aber auch noch de . . . Das ist das gleiche in Grün“, wollte ein anderes Mitglied den Gleichheitsgrundsatz gewahrt wissen. Während einer regen Diskussion brachte ein Blick in die Satzung etwas Klarheit: Einzig und allein der Vorstand ist befugt, Anträge auf Ehrenmitgliedschaften zu stellen, über die erst im zweiten Schritt die Generalversammlung zu entscheiden hat. Ob und in welchem Umfang er dies 2018 tut, darüber kann sich der neue Vorstand nun in aller Ruhe seine Gedanken machen.

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