Do., 04.05.2017

Schutz für Radler an L 884 Radwegplanung überwindet Hürden

Engstelle: Die ohnehin schon beengte Situation im Bereich der Gaststätte Venner Moor wird durch eine alte Eiche, die auf jeden Fall erhalten werden soll, weiter verschärft. Um den Radweg hier sicher herführen zu können, muss die Bushaltestelle verlegt werden.

Engstelle: Die ohnehin schon beengte Situation im Bereich der Gaststätte Venner Moor wird durch eine alte Eiche, die auf jeden Fall erhalten werden soll, weiter verschärft. Um den Radweg hier sicher herführen zu können, muss die Bushaltestelle verlegt werden. Foto: ure

Venne - 

Der lang ersehnte Radweg an der L 884 zwischen Kanalbrücke (Venner Moor) bis zum Abzweig K 23 soll im kommenden Jahr fertiggestellt werden. Kommune und Landesbetrieb haben bei der Planung Hürden überwunden.

Von Ulrich Reismann

„Die Signale stehen sehr gut“, dass der Radweg an der L 884 von der Kanalbrücke bis zur K 23 (Abzweig Löbke) in 2018 gebaut werden kann. Diese Einschätzung gab der stellvertretende Bauamtsleiter Klaus Mende im Bezirksausschuss, Ottmarsbocholt, und das freute die Politiker. Im Ranking befindet sich das Projekt aktuell auf Platz fünf, „und die davor liegenden Maßnahmen sind in der Planung zum Teil noch nicht so weit fortgeschritten“.

Deshalb könnte die Venne – wo man die Feinplanungen voraussichtlich bis nach den Sommerferien zum Abschluss bringen wird – vorgezogen werden. Mende geht davon aus, dass die konkreten Gespräche mit den Anliegern über den notwendigen Grunderwerb im Juni beginnen werden. Diese Verhandlungen werden von der Gemeinde geführt, die dabei dann im Auftrag des Landesbetriebs tätig ist.

Dass hier recht zügig Baurecht geschaffen werden könne, liege insbesondere daran, dass der Landesbetrieb auf einem recht langen Abschnitt der Verrohrung des Grabens zugestimmt habe, „was der sonst nur ungern tut“, berichtete der Experte des Bauamtes. Über eine Länge von 700 Metern wird der Wasserlauf nun unter die Erde gelegt, und das hat einen immensen Vorteil: Die Eingriffe in die Natur lassen sich im Venner Moor so auf ein Minimum beschränken.

Nicht umhin kommt man um eine Verlegung der Bushaltestelle „Venne Kirche“ (in Fahrtrichtung Ottmarsbocholt). Um keine Kollisionsgefahr von Radfahrern mit wartenden Fahrgästen entstehen zu lassen, sollen der Ein- und Ausstieg zukünftig etwas weiter südlich am Ende des Parkplatzes der Gaststätte „Venner Moor“ erfolgen.

Wenn dieser Radweg dann voraussichtlich im kommenden Jahr fertiggestellt sein wird, verschafft dies dem Weiterbau bis nach Ottmarsbocholt - der im Bezirksausschuss nachdrücklich gewünscht wurde - eine bessere Ausgangsposition. Diese Verlängerung würde dann nämlich unter die Kategorie „Lückenschluss“ fallen. Und Maßnahmen mit solch einer Einstufung „werden gerne bevorzugt“, so die Erfahrung Mendes. Entsprechende Entscheidungen fallen in die Kompetenz des Regionalrates.

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