Do., 18.05.2017

Übung der Feuerwehr Verpuffung: Mensch treibt leblos im Wasser

Übung am Kanal:  Feuerwehr sowie DRK und DLRG mussten ihren Einsatz koordinieren.

Übung am Kanal:  Feuerwehr sowie DRK und DLRG mussten ihren Einsatz koordinieren. Foto: Andreas Krüskemper

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Ein „Unfall“ auf dem Steg des Rudervereins führte zu einem Großeinsatz. Dabei stellte sich die vermeintliche Verpuffung mit mehreren Verletzten als Übung heraus. Mit vollem Einsatz wurden die Aufgaben trotzdem angegangen.

Um 18 Uhr war für 55 Feuerwehrleute der drei Sendener Löschzüge der Traum vom gemütlichen Feierabend in der Sonne ausgeträumt: „Feuer 3“ hieß die Meldung, die auf den Meldern aufblinkte. Beim Umgang mit Treibstoff war es auf einem Sportboot auf dem Dortmund-Ems-Kanal zu einer Verpuffung gekommen, fünf verletzte Personen und ausgelaufener Treibstoff wurden gemeldet.

Ausrückzeit wird eingehalten

Bei der Ankunft an der Unfallstelle am Bootssteg des Rudervereins entpuppte sich das Ganze schnell als Übung, dennoch wurde das Szenario schnell und mit dem nötigen Ernst abgearbeitet. Rasch war ein Feuerwehrmann mit einem Überlebensanzug im Wasser, um eine leblos im Wasser treibende Person zu retten, ein Fahrzeug setzte über den Damm zur alten Fahrt auf die andere Kanalseite über, um die verletzte Person vom ans Ufer getriebene Boot zu retten, eine weitere Person wurde mit dem Schlauchboot vom schlossseitigen Ufer in Sicherheit gebracht.

Fotostrecke: Feuerwehrübung am Kanal

Neben der Feuerwehr waren zehn Mitglieder des Roten Kreuzes an der Übung beteiligt, die sich um die Versorgung der Verletzten kümmerten. Unterstützung erhielten die Sendener Rotkreuzler dabei von den Ortsvereinen Coesfeld und Billerbeck, die jeweils mit einem Fahrzeug unterstützten. Mit zwölf Mitgliedern war die DLRG vertreten: Zum Teil spielten die Angehörigen der Sendener Ortsgruppe die Verletzten, zum Teil sicherten sie mit einem Rettungsboot die Übung für den Ernstfall ab.

Größte Problem war Größe des Einsatzgebietes

Bei der anschließenden „Manöverkritik“ im Feuerwehrgerätehaus zeigte sich Wehrführer Manfred Overbeck erfreut, dass das die Hilfsfrist wieder eingehalten wurde: „Das erste Fahrzeug war genau acht Minuten nach der Alarmierung vor Ort, inklusiv Boot und Überlebensanzug“, so der Feuerwehr-Leiter. Insgesamt zeigte sich die Wehrführung mit dem Verlauf der von den Sendener Löschzugführern Stefan Tork und Heiko Pohlmann ausgearbeiteten Übung zufrieden, lediglich bei der Kommunikation „nach oben“ wurde noch etwas Optimierungspotenzial bescheinigt. Das größte Problem aus Sicht der Wehrmänner war bei der diesjährigen Übung nicht das Szenario selbst, sondern die Größe des Einsatzgebietes.

„Die offene und selbstkritische Reflexion nach den Übungen finde ich beeindruckend“, bescheinigte Bürgermeister Sebastian Täger den Floriansjüngern. „Wenn man sich den Verlauf der letzten Übungen anschaut, habe ich keine Sorge um die Sicherheit der Bevölkerung“, so Sendens erster Bürger.

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