So., 28.05.2017

„Vereinigte Bauerschaften Ottmarsbocholt“ Vorsitzender erklimmt den Königsthron

Den König der Vereinigten Bauerschaften, Winfried Närmann, ließen die Schützen gleich hochleben.

Den König der Vereinigten Bauerschaften, Winfried Närmann, ließen die Schützen gleich hochleben. Foto: ure

Ottmarsbocholt - 

Der neue König der „Vereinigten Bauerschaften Ottmarsbocholt“ heißt Winfried Närmann. In einem spannenden Wettstreit landete der Vorsitzende den Königstreffer.

Von Ulrich Reismann

Es war im Mai 2009 gewesen, als Winfried Närmann bei der Verabschiedung seines Vorgängers im Amt des Vorsitzenden, Heinz Goerdt, die Laudatio mit den Worten abschloss: „Der einzige Erfolg, der Dir nicht gegönnt war, ist der, den Vogel abzuschießen.“ Das Glück, das Heinz Goerdt zu Lebzeiten in dieser Hinsicht offenbar gefehlt hat, war seinem Nachfolger jetzt am Freitagabend hold. Winfried Närmann behielt in einem fulminanten Dreier-Wettkampf die Nase vorn. Es war 22.08 Uhr, als er mit dem 362. Schuss eine Entscheidung zu seinen Gunsten herbeiführte. Mitregentin bei den Vereinigten Bauerschaften ist Ehefrau Mechthild.

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Mecki ist unser Super-Hirn. Sie weiß alles und denkt an alles.

Melanie Meermöller im Namen der Vorstandsfrauen über die Königin Mechthild Närmann

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Im vergangenen Jahr, da wurde in der Kreuzbauerschaft 9 Silberhochzeit gefeiert, jetzt stand dem Ehepaar ein weiteres großes Fest ins Haus. Entsprechende Ambitionen des Vorsitzenden, ein Schützenfest mal nicht als verantwortlicher Organisator zu feiern, sondern als Repräsentant der Freude, die wollte Hauptmann Georg Goerdt schon im Vorfeld vernommen haben. Wenn jemand seine Hofzufahrt frisch asphaltieren lasse – wie dieses hier vor einer Woche geschehen war – dann könne das ein Indiz für solche Absichten sein, ließ der Offizier beim Antreten am Freitagnachmittag verlauten.

Fotostrecke: Schützenfest der Vereinigten Bauerschaften Ottmarsbocholt

Mehrere Titel-Anwärter beherzt bei der Sache

So konnte das Schützenvolk sein vielumjubeltes Königspaar nun in dieser Nacht und an den Folgetagen über eine edle „Königsavenue“ nach Hause bringen. Von diesem schmucken Straßennamen kündet seit Samstag auch ein von den Nachbarn kurzerhand aufgestelltes Schild.

Wer es ebenfalls wissen wollte, das war Simon Kock. Als gelernter Tischler kennt er sich mit der Bearbeitung von Holz bestens aus – und war drauf und dran, auch den hölzernen Vogel an den maßgeblichen Stellen zu bearbeiten. Nach der vor einem halben Jahr bestandenen Meisterprüfung war der 23-jährige Jungschütze kurz davor, hier nun sein ganz persönliches Meisterstück abzuliefern. Er wäre der zweite Jungschütze der Geschichte auf dem Thron gewesen, doch der Zufall wollte es anders. Das gilt auch für Matthias Schulte Spechtel, den dritten im Bunde. Er musste sich zu guter Letzt – samt Frau Birgit – mit einem Platz im Hofstaat begnügen, wo er sich dann aber auch mindestens genauso wohl fühlte. Dort finden sie sich nun in bester Gesellschaft mit Veronika Lordiek als weiterer Ehrendame und deren Mann Thomas.

Viele Sympathiebekundungen für die neuen Majestäten

Die Sympathiebekundungen für das neue Königspaar, sie waren überwältigend und nahmen – nach einer wunderbaren Sommernacht unter freiem Himmel an der Vogelstange – am Samstagabend im Dorf ihre Fortsetzung. Die Festhalle Vollmer bot hierzu ein völlig ungewohntes Flair. Bodenschutzvlies, das nach Aussage von Thomas Lordiek sonst zum Beispiel als Abdeckung für Erdbeerpflanzen zum Schutz vor Kälte und zur Unterdrückung eines unerwünschten Unkrautwuchses dient, war hier unter die Decke gehängt worden und sorgte für eine vielbeachtete Verzierung. Quasi das Tüpfelchen auf dem i eines Festes, das die Herzen rührte.

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