Di., 20.06.2017

Neue DRK-Einrichtung entsteht aus 20 Modulen: Kita schwebt am Haken ein

Mit einem Kran werden die bis zu zwölf Tonnen schweren Module des Kindergartens exakt an ihren Platz bugsiert und miteinander verbunden.

Mit einem Kran werden die bis zu zwölf Tonnen schweren Module des Kindergartens exakt an ihren Platz bugsiert und miteinander verbunden. Foto: sff

Ottmarsbocholt - 

Zwischen zehn und zwölf Tonnen schwer sind die Module, aus denen der neuen Vier-Gruppen-Kindergarten in Ottmarsbocholt zusammengebaut wird. Bis zum 1. August soll die Einrichtung bezugsfertig werden.

Von Siegmar Syffus

„Davertgeister“ heißt der neue DRK-Kindergarten, der soeben am Rande des Baugebietes Sudendorp entsteht. Ab Mitte August können dort 18 Mädchen und Jungen in zwei Gruppen betreut werden. Viel Spaß dürfte den Kleinen dann das Spielen mit Bauklötzchen bereiten. Ganz anders geht es den „großen Jungs“ der Firma Bolle. Die haben nämlich am Dienstag bei Temperaturen jenseits der 30 Grad damit begonnen, 20 riesengroße „Bauklötze“ zur zweigeschossigen Kita zusammenzubauen.

Fotostrecke: Kita „Davertgeister“ entsteht aus Modulen

„Die Module wiegen jeweils zwischen zehn und zwölf Tonnen. Sie werden nachts einzelne mit einem Schwerlasttransport von unserem Betrieb in Telgte nach Ottmarsbocholt gebracht“, sagt Bauleiter Michael Pohlmann.

„Wir liegen mit der Maßnahme im Zeitplan“, bestätigt Klaus Mende auf Anfrage. Bis zum 21. Juli sollen die Gerüste abgebaut sein, damit auch die parallel laufenden Arbeiten am Außenbereich der Einrichtung rechtzeitig abgeschlossen werden können, führt der Sachgebietsleiter der Gemeinde aus. Bis dahin bliebt allerdings eine Menge zu tun. In den Modulen seien sämtliche Leitungen zwar bereits vorinstalliert. „Sie müssen zwischen diesen Einzelteilen aber noch miteinander verbunden werden“, so Mende.

Nachdem am Dienstagmorgen die ersten Module aufgestellt wurden, soll bereits am Mittwoch die Fußbodenheizung verlegt werden. Schon während der Installationsarbeiten für Elektro, Heizung und Sanitär wird – als relativ zeitaufwendiger Arbeitsschritt – noch der Estrich eingebracht. Aufgrund von Brandschutzauflagen wurden das Treppenhaus und der Fahrstuhlschacht bereits in den vergangenen Wochen in herkömmlicher Betonbauweise erstellt.

„Diese Modul-Bauweise wird zu Unrecht mit Containern verwechselt“, sagt Christoph Hölling. „Dabei handelt es sich aber um eine moderne, nachhaltige und effektive Bauform für langfristige Nutzungen. Die Module sind auch nicht Standard, sondern wurden in Telgte individuell für den Kindergarten angefertigt“, führt der bei der Gemeinde angestellte Architekt aus.

Klaus Mende geht davon aus, dass das Erzieherteam um Leiterin Stephanie Wasmer die Räume ab 1. August mit Möbeln und weiterem Inventar einrichten kann.

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Es handelt sich um eine ganz moderne, nachhaltige und effektive Bauform für langfristige Nutzungen.

Christoph Hölling, Architekt der Gemeinde Senden

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