Prävention für Gymnasiasten
Kein Rausch ohne Reue: Wer benebelt ist, geht Risiken ein

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Der Kater ist noch das Harmloseste: Vor den Folgen eines Rauschs warnte Psychologin Eileen Ritz im Sendener Gymnasium.

Samstag, 24.06.2017, 14:06 Uhr

Die Psychologin Eileen Ritz sensibilisierte die Schüler des Joseph-Haydn-Gymnasium vor den unangenehmen Folgen eines Alkoholrauschs.
Die Psychologin Eileen Ritz sensibilisierte die Schüler des Joseph-Haydn-Gymnasium vor den unangenehmen Folgen eines Alkoholrauschs. Foto: hha

Taumelnd bewegen sich die Neuntklässler durch den Raum und scheitern bei einfachsten Handgriffen wie dem Aufheben von Stiften. Denn im Rahmen des Alkohol- und Drogen-Präventionstages am Freitag im Joseph-Haydn-Gymnasium erlebten die Schüler beim Blick durch die „Rauschbrille“ die Risiken des übermäßigen Alkoholgenusses am eigenen Leibe.

Der Verlust des Tastsinnes, doppelte Sicht und keine Koordination: Die Gläser dieser besonderen Brille ließen den Blick der Schülerinnen und Schüler verschwimmen und riefen ihnen so ins Gedächtnis, wie schwierig alltäglichste Dinge im Rausch werden. Trotz der allgemeinen Heiterkeit, die die Übung hervorrief, waren die Jungen und Mädchen ernst bei der Sache: Dem Vortrag der Psychologin Eileen Ritz von der Initiative „Tour des Lebens“ folgten sie mit Interesse und bewiesen schon viel Vorwissen über die biochemischen Vorgänge im Körper, gesetzlich vorgeschriebene Promillegrenzen und bei Erster Hilfe.

Denn was ist zu tun, wenn ein Freund bei einer Party nach zu vielen Drinks bewusstlos wird? „Ruft auf jeden Fall direkt einen Rettungswagen, damit seid ihr auf der sicheren Seite“, empfahl Ritz. Auch warnte sie die JHG-Schüler davor, wie einfach es ist nach einer durchfeierten Nacht am Wochenende am Montagmorgen den Führerschein zu verlieren, denn es kostet den Körper 30 bis 35 Stunden, bis er den Promillegehalt einer Flasche Wodka vollständig abgebaut hat.

Und auch die rechtlichen Konsequenzen von Alkohol- und Drogengenuss wurden beim Präventionstag nicht außer Acht gelassen: Wer mit 0,3 Promille im Blut, also nach einem großen Bier, einen Unfall baut, muss sogar mit einer Haftstrafe rechnen, hieß es. Und wer einen Drogendealer nicht bei der Polizei anzeigt, werde im Strafprozess mit schuldig gemacht.

„Meiner Meinung ist der Präventionstag sehr sinnvoll, um unsere Schüler auf die Risiken von Alkohol und Drogen aufmerksam zu machen“, betonte Biologie- und Pädagogiklehrerin Monika Weber , die die Neuntklässler während des Projektes begleitete.

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