Fr., 30.06.2017

Pastoralassistent verlässt Senden Glaube gibt Halt und stiftet Gemeinschaft

Im Glauben verwurzelt: Ein Auslandssemester verbrachte Johannes Lohre als Religionspädagogik-Student in Rom.

Im Glauben verwurzelt: Ein Auslandssemester verbrachte Johannes Lohre als Religionspädagogik-Student in Rom. Foto: privat

Senden - 

In der Pfarrgemeinde St. Laurentius war Johannes Lohre vor allem Ansprechpartner für die Jugend. Die Fähigkeiten aus seinem ersten Beruf als Mediengestalter bringt er auch in die kirchliche Arbeit ein: Glaube müsse modern und mit Bezug zur Lebenswirklichkeit vermittelt werden.

Von Dietrich Harhues

Er beherrscht die technischen Werkzeuge und die gestalterischen Gesetze. Seine Mission lautete, dazu beizutragen, dass der Umsatz von Kunden einer Werbeagentur steigt. Johannes Lohre war sattelfest im kreativen Handwerk. Doch dieser Job war ihm zu wenig. Er spürte eine Sehnsucht. Jetzt ist der 34-Jährige eher ein Missionar. Der Pastoralassistent und Religionslehrer an der Mariengrundschule folgte dem Ruf seines Glaubens. Die dreijährige praktische Ausbildung zum Pastoralreferenten absolvierte er in Senden. Von St. Laurentius wechselt er nach den Sommerferien zu St. Marien und St. Johannes nach Sassenberg und Füchtorf.

Mediengestalter heuert in Agentur an

Der gebürtige Rheinenser bewies zunächst berufliche Bodenhaftung: Absolvierte eine Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten in Computer- und Netzwerktechnik, stockte mit einer Lehre zum Mediengestalter auf und heuerte in einer Agentur an.

Offizieller Abschied

► Die offizielle Verabschiedung von Johannes Lohre als Pastoralassistent in St. Laurentius findet im Rahmen eines Gottesdienstes statt am 6. Juli (Donnerstag), um 19 Uhr, in St. Urban Ottmarsbocholt. Zum Gottesdienst und anschließenden Sektempfang sind alle Gemeindemitglieder aus Bösensell, Senden, Ottmarsbocholt und der Venne eingeladen.

► Nach den Sommerferien ist Lohre als Pastoralreferent in Sassenberg und Füchtorf (Kreis Warendorf) tätig.

Doch er kündigt Job und Wohnung und nimmt 2011 ein Religionspädagogik-Studium in Paderborn auf, das ihn 2012/13 für ein Auslandssemester nach Rom führt. Die insgesamt sechsjährige Ausbildung zum Pastoralreferenten endet jetzt mit dem Wechsel in den Kreis Warendorf.

"

Die Kirche hat das nötig.

Johannes Lohre möchte den Glauben auf moderne Weise vermitteln

"

Als Pastoralassistent fungierte Lohre vor allem als Ansprechpartner für die Jugendlichen in der Pfarre. Messdiener, Ferienlager, Schulgottesdienste und Religionsunterricht in der Mariengrundschule gehörte zu seinen Themen und Aufgaben. Ein Highlight seiner Tätigkeit bildete im vorigen Jahr der Besuch des Weltjugendtages in Krakau.

„Wagnis“ entpuppt sich als richtige Entscheidung

Für ihn war der berufliche Neustart ein „Wagnis“, wie er betont. Das Fazit: „Es war die bisher wichtigste und beste Entscheidung in meinem Leben.“ Die Fähigkeiten aus seinem ersten Beruf kommen ihm weiterhin zugute. Denn die Kirche habe „viel zu bieten“, erreiche aber längst nicht mehr alle. In Sprache und Ästhetik gelte es, moderne Formen zu finden und einen Bezug zur Lebenswirklichkeit herzustellen. Der „kirchliche Mief“ müsse abgeschüttelt werden.

Der Kern seines Credos bleibt davon unberührt: „Ich bin davon überzeugt, dass christlicher Glaube Gemeinschaft stiftet und Halt gibt und unser Leben positiv beeinflussen kann.“

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4967706?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F