Do., 06.07.2017

Öffentlich geförderte Planung: Preisgünstiger Wohnraum im Sudendorp geplant

Die kubischen Baukörper haben eine Seitenlänge von 8,25 Metern und sind miteinander verbunden. Jede der sechs Wohnungen verfügt aber über einen separaten Eingang.

Die kubischen Baukörper haben eine Seitenlänge von 8,25 Metern und sind miteinander verbunden. Jede der sechs Wohnungen verfügt aber über einen separaten Eingang. Foto: Werth

Ottmarsbocholt - 

Am Rande des neuen Wohngebietes Sudendorp sollen bis zum Frühjahr 2018 sechs jeweils 67 Quadratmeter große, öffentlich geförderte Wohnungen entstehen.

Von Sigmar Syffus

Kleine Wohnungen sind begehrt: Junge Leuten, suchen erste eigene vier Wände, die bezahlbar sind. Alleinerziehende mit einem oder zwei Kindern benötigen ein passendes Umfeld. Und auch Senioren wünschen sich einen Altersruhesitz, der pflegeleichter ist als das (zu groß gewordene) Haus. Nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Dorf, sind solche Bedarfe vorhanden.

Das weiß auch der Ottmarsbocholter Architekt Sascha Werth, der im neuen Wohngebiet Sudendorp ein Projekt mit sechs, jeweils 67 Quadratmeter großen, öffentlich geförderten Wohnungen plant. Der dazu notwendigen Bebauungsplanänderung hat der Gemeindeentwicklungsausschuss bereits einmütig zugestimmt. Denn das vorgesehene, knapp 1000 Quadratmeter große Grundstück ist Teil der „Mischgebietszone“ an der Zufahrt von der Nordkirchener Straße zum Gewerbegebiet Ketternkamp.

„Wann wir dort anfangen, hängt von der Bewilligung der Förderanträge ab. Angestrebt ist ein Baubeginn im Oktober, so dass die Wohnungen im Frühjahr 2018 fertig sein könnten“, sagt Werth auf Anfrage der WN. Vorgesehen sind drei, miteinander verbundene kubische Baukörper, von denen zwei an der Zufahrstraße stehen. Der dritte ist nach hinten versetzt und bildet mit den anderen beiden einen L-förmigen Komplex.

„Es war mir wichtig, dass bei den Wohnungen der dörfliche Charakter erhalten bleibt. Darum sind sie zum Beispiel nicht durch ein gemeinsames Treppenhaus, sondern jeweils von außen durch einen eigenen Eingang erschlossen“, erläutert der Architekt. Auch reichlich von den Bewohner nutzbare Außenfläche sowie zwei Stellplätze mehr als vorgeschrieben seien vorhanden, berichtet Werth.

Drei Projekte könnten Bedarf in Ottmarsbocholt decken

Kleine Wohnungen – insbesondere für Senioren – sind relativ knapp in Ottmarsbocholt. Aktuell sowie in den kommenden Jahren verbessert sich diese Situation auf dem Wohnungsmarkt allerdings. Denn neben den sechs von Sascha Werth geplanten Wohnungen im Sudendorp sind bereits fünf im Rahmen der Sanierung des historischen Müllerhauses an der Ascheberger Straße entstanden (WN berichteten). Darüber hinaus sollen in den kommenden Jahren weitere Wohnungen für Senioren mit unterschiedlichem Betreuungsbedarf zwischen St. Urban-Kirche und Haus Davert entstehen. Das sehen gemeinsame Planungen der Gemeinde Senden, der katholischen Kirchengemeinde und des Sozialwerkes St. Georg vor.

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