Mo., 17.07.2017

Training der ehrenamtlichen Fahrer läuft: Bürgerbus startet mit Ersatzwagen

Alles startklar: Fahrer Dieter Nehls (v.l.), Koordinator Jörg Säckl sowie die Vorstandsmitglieder des Bürgerbusvereins Ludger Fühnen und Wolfgang Dropmann sind sicher, dass die Jungfernfahrt am 30. August stattfinden kann.

Alles startklar: Fahrer Dieter Nehls (v.l.), Koordinator Jörg Säckl sowie die Vorstandsmitglieder des Bürgerbusvereins Ludger Fühnen und Wolfgang Dropmann sind sicher, dass die Jungfernfahrt am 30. August stattfinden kann. Foto: sff

Senden - 

Das Fahrzeug für den Bürgerbusbetrieb in der Gemeinde Senden kann erst im Oktober geliefert werden. Trotzdem startet das Projekt wie geplant am 30. August mit einem Ersatzwagen, auf dem zurzeit auch die Fahrer ausgebildet werden.

Von Siegmar Syffus

Die schlechte Nachricht zuerst: Der nagelneue Sendener Bürgerbus kann voraussichtlich erst im Oktober geliefert werden. Doch die gute und entscheidende Nachricht lautet: Der Fahrbetrieb startet trotzdem wie geplant am 30. August (Mittwoch), pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres. Und auch das Training der Fahrer ist soeben angelaufen.

Wie das geht ? „Der Bürgerbusverein Hotmar stellt uns ein älteres Fahrzeug zur Verfügung, bis unser eigenes hier ist“, berichtet Fahrdienstleiter Wolfgang Dropmann. „Ein Busunternehmen aus dem Kreis Steinfurt hatte in einer anderen Lizenzangelegenheit geklagt, darum hat sich der Förderbescheid der Bezirksregierung verzögert. Und die ursprünglich für den Umbau unseres Fahrzeugs vorgesehene Firma hatte kurzfristig abgesagt“, erläutert Jörg Säckl, Koordinator für den Bürgerbusbetrieb bei der Gemeinde Senden.

Dieter Nehls ist einer der 30 ehrenamtlichen Fahrer, die jetzt nach und nach an einer Fahrzeugeinweisung und einem praktischen Training auf der Strecke zwischen Senden, Bösensell, Ottmarsbocholt und Venne teilnehmen. „Ich habe genug Zeit und freue mich, eine sinnvolle Aufgabe zu haben, die anderen hilft in der Gemeinde von A nach B zu kommen“, schildert der 69-jährige Ottmarsbocholter seine Motivation, sich beim Bürgerbusverein einzusetzen. Jeder, der regelmäßig Pkw fährt, sei nach einer kurzen Einführung in der Lage, den Bürgerbus zu steuern. „Wir sind überzeugt davon, eine gute Route zu haben, die vielen dient und durch die sich das Ganze lohnt“, betont Dropmann. Der Bahnhof und der Friedhof in Bösensell seien ebenso eingebunden wie Senden-West, Senden-Ost, Ottmarsbocholt und bei Bedarf auch die Venne.

Kurz bevor es mit dem regulären Fahrbetrieb losgeht, sollen die Bürger noch einmal auf das neue Angebot aufmerksam gemacht werden, berichtet Schatzmeister Ludger Fühnen: Der Bürgerbus soll am 26. August (Samstag) in Ottmarsbocholt am Spieker, in Bösensell am Edeka-Markt und in Senden beim Streetlive-Festival jeweils für mehre Stunden parken und vorgestellt werden.

Verein hofft auf weitere tatkräftige Hilfe

„Wir haben 30 Fahrer, aber in der Urlaubszeit und durch Krankheit könnte es knapp werden. Außerdem sind wir alle 65 plus“, sagt Fahrdienstleiter Wolfgang Dropmann. Darum sucht der Bürgerbusverein Senden weitere Ehrenamtliche, die bereit sind, sich ans Steuer zu setzen. Jeder Fahrer soll im Monat lediglich zwei Mal eine der etwa drei- bis vierstündigen Touren übernehmen. Die Fahrstrecke, die an den Werktagen alle vier Ortsteile miteinander verbindet, ist rund 50 Kilometer lang. „Wir gehen davon aus, dass sich eine Jahresfahrleistung von rund 50 000 Kilometern ergibt“, schätzt Dropmann.

Neue Fahrer können sich bei Jörg Säckl, ' 0 25 97 / 699-209, melden.

| www.buergerbus-senden.de

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