Norwegische Austauschschülerin hat bei Familie Fricke Ottmarsbocholt kennengelernt:
Jallermann reist in Gedanken mit

Ottmarsbocholt -

Die 18-jährige Norwegerin Lea Stokker hat elf Monate lang bei Familie Fricke gelebt. Von diesem Gastaufenthalt nimmt sie viele schöne Erinnerungen mit in ihre Heimat.

Mittwoch, 19.07.2017, 09:07 Uhr

Abschiedsbesuch am Jallermann: Austauschschülerin Lea Stokker und Gastmutter Lioba Fricke haben beim Karneval in Otti-Botti, beim Oktoberfest und im Urlaub schöne gemeinsame Erinnerungen gesammelt. .
Abschiedsbesuch am Jallermann: Austauschschülerin Lea Stokker und Gastmutter Lioba Fricke haben beim Karneval in Otti-Botti, beim Oktoberfest und im Urlaub schöne gemeinsame Erinnerungen gesammelt. . Foto: sff

Ottmarsbocholt war für Lea Stokker ein weißer Fleck auf der Landkarte. Und wer der „Jallermann“ ist, war der 18-jährigen Norwegerin gänzlich unbekannt. Lea wollte über die Schüleraustauschorganisation „e2“ einfach nur ein Jahr lang irgendwo in Deutschland verbringen, um im Heimatland ihrer Mutter, deren Sprache perfekt zu lernen. Am Mittwoch (19. Juli) reist sie zurück nach Norwegen und nimmt einen ganzen Koffer Erinnerungen mit nach Hause, in ihre Heimatstadt Dammen.

Denn mit Gastmutter Lioba Fricke und deren Familie hat Lea eine Menge erlebt: Als „Flieger“ war sie beim Karneval in Otti-Botti unterwegs. Und auch im Dirndl erlebte sie beim Ottmarsbocholter Oktoberfest, dass die Münsterländer richtig gut Gaudi machen können. „Karneval ist sehr lustig – das lohnt sich wirklich. Und auch das Oktoberfest war schön. Schade, dass es so etwas bei uns in Norwegen nicht gibt“, bedauert die 18-Jährige, die in den vergangenen Monaten die Marienschule in Münster besucht hat und 2018 in Norwegen ihr Abitur machen möchte.

Doch Lea hat auch eine ganz andere Seite des Dorfes kennengelernt: „Viele Leute hier sind sehr religiös. Auch das ist anders als bei uns. Ich habe gemerkt, dass die Klischees stimmen: Die Deutschen sind ordentlich, machen alles richtig, und die meisten sind ganz pünktlich“, erzählt die Austauchschülerin, die übrigens nicht unter Heimweh litt: „Hier war immer was los“, sagt sie lächelnd.

Auch Lioba Fricke zieht ein positives Fazit der vergangenen elf Monate. „Lea war eine Bereicherung. Sie hat sich als neues Mitglied in unsere Familie eingefügt. Dadurch ist ein sehr schönes Verhältnis entstanden. Es war ein gegenseitiges Geben und Nehmen“, erzählt die Gastmutter, die als Jugendliche selbst ein Jahr als Gastschülerin in Birmingham verbracht hat.

Der Kontakt zur Schüleraustauschorganisation „e2“ ist über die Marienschule zustande gekommen. Dort hat Lioba Frickes Tochter Pia im vergangenen Jahr ihr Abitur gebaut. „Wir hatten von ,e2“ Profile von drei Schülerinnen erhalten. Als ich gerade beim Durchlesen war, kam unser Sohn Max nach Hause. Der sagte sofort: Die hat was für Pferde übrig und fährt Ski. Wir nehmen die Norwegerin. Und es hat tatsächlich wunderbar geklappt“, lacht die Ottmarsbocholterin, die im nächsten Jahr nach Norwegen fahren möchte, wenn ihre Gasttochter ihr Abitur geschafft hat. „Und vielleicht kommt Lea ja später zum Studieren nach Deutschland zurück“, kann sich Fricke einen zukünftigen Kontakt vorstellen.

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