Schnellerer Einsatz bei Bränden:
Feuerwehr erfasst die Löschteiche im Außenbereich

Ottmarsbocholt -

Der Löschzug Ottmarsbocholt möchte im Außenbereich Teiche, Tanks und Brunnen erfassen, damit bei Bränden so schnell wie möglich eine Löschwasserversorgung aufgebaut werden kann.

Mittwoch, 02.08.2017, 17:08 Uhr

Direkt am Hof von Philipp Beckhove (l.) befindet sich ein Teich. Diese und einige andere Löschwasserentnahmestellen hat Johannes Hibbe bisher schon erfasst.
Direkt am Hof von Philipp Beckhove (l.) befindet sich ein Teich. Diese und einige andere Löschwasserentnahmestellen hat Johannes Hibbe bisher schon erfasst. Foto: sff

Der Brand einer Stallung vor etwa zwei Jahren ist Johannes Hibbe in besonderer Erinnerung geblieben: „Wir wollten gerade einen Pendelverkehr für die Löschwasserversorgung einrichten. Da kam ein Nachbar und sagte uns, dass sich direkt an seinem Haus ein Teich zur Wasserentnahme befindet. Diese Information hat uns bei der Brandbekämpfung viel Zeit und Arbeit erspart“, erzählt der Löschzugführer.

Hibbe und die anderen 35 aktiven Kameraden der Ottmarsbocholter Wehr möchten in Zukunft für die Brandbekämpfung im Außenbereich besser gewappnet sein. Deshalb sollen jetzt sämtliche Teiche, Brunnen und Tanks erfasst werden, die sich als Löschwasserentnahmestelle eignen. Dazu ist es wichtig, dass sich die Bewohner des Außenbereiches bei Johannes Hibbe per E-Mail: j.hibbe@feuerwehrsenden.de melden und die Informationen weitergeben. „Es sollten mindestens etwa 100 Kubikmeter zur Verfügung stehen“, sagt der Löschzugführer. Am 21. August (Montag) ab 19 Uhr werden dann Feuerwehrmänner zu den gemeldeten Löschwasserentnahmestellen fahren, um sie in Augenschein zu nehmen und zu registrieren. Das gilt nur für den Außenbereich des Ortsteils Ottmarsbocholt.

Eine bekannte Entnahmestelle liegt direkt am Hof von Philipp Beckhove. „Es ist Eigeninteresse des Landwirtes, sich freiwillig an der Aktion zu beteiligen“, hofft der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes auf die Unterstützung seiner Berufsgenossen. Es sei nicht sinnvoll, „dass sich die Feuerwehr bei einem Brand erst vor Ort orientieren muss“, so Beckhove. Durch die Registrierung der Entnahmestellen könne der Einsatz schon im Vorfeld koordiniert werden.

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