So., 13.08.2017

Anwohner der Alvingheide bauen Wartehäuschen für Schüler: Eltern schaffen Sicherheit für Kinder

Mit Freude und Stolz haben die Eltern eine neue Bushaltestelle für ihre Kinder fertiggestellt. Die komfortable Hütte erspart den Schülern das Überqueren der Straße und ersetzt das alte, verrostete Wartehäuschen.

Mit Freude und Stolz haben die Eltern eine neue Bushaltestelle für ihre Kinder fertiggestellt. Die komfortable Hütte erspart den Schülern das Überqueren der Straße und ersetzt das alte, verrostete Wartehäuschen. Foto: dk

Bösensell - 

In Eigenleistung haben Eltern der Alvingheide ein Wartehäuschen für den Schulbusverkehr gebaut. Es schützt die Kinder nicht nur vor Regen, sondern auch vor Gefahren des Straßenverkehrs.

Von Dieter Klein

Dass Kinder dem Ende ihrer Schulferien zufrieden, wenn nicht gar mit Vergnügen entgegen sehen, ist sicher nicht die Regel. Auch in Bösensell nicht. Eine Ausnahme bilden die Sprösslinge der Bauerschaft Alvingheide. Sie freuen sich auf die erste Schulstunde nach den Sommerferien. Gründe dafür liefert eine neue, braunlasierte Holzhütte an der Landstraße nach Roxel – unmittelbar neben der Einfahrt zur Firma Cordes mit einem idyllisch versteckten Wohngebiet.

Das von Eltern geschaffene kleine Bauwerk dient nicht nur Bikern als Regenschutz. Die zur schmalen Landstraße offene Hütte ist eine blitzsaubere Bushaltestelle, die für die Sicherheit der Kinder sorgt. Sie ist ein langersehnter Traum all der in der näheren Umgebung lebenden Familien. Sie wissen ab sofort, dass ihr schulpflichtiger Nachwuchs nun nicht mehr die schnell befahrene Landstraße überqueren muss, um den Schulbus besteigen zu können, der sie von dort abholt.

Jetzt trafen sich dort schon einmal alle betroffenen Eltern und Kinder (bald sind es 18) zu einem vergnüglichen „Probe-Warten“. Schließlich ist es ihr ureigenes Werk. Erstellt an drei langen Wochenenden. Von Dirk Adorf, Benedikt Böker, Bastian Kleinwächter, Martin Baumann und Peter Steinbusch. Ein KFZ-Meister, ein Dachdecker-Meister, ein Tischler und zwei Feuerwehrleute. Ebenso pfiffig wie talentiert und geschickt, pflasterten sie einen soliden steinernen Untergrund, gossen die nötigen Fundamente, nagelten und schraubten dicke Bretter und Bohlen zusammen, pinselten alles mit wetterfester Holzlasur und fertig war die Laube. Pardon: Bushaltestelle.

In ihrer Freude über das selbst Geschaffene vergaßen die Eltern auch nicht, ein Lob in Richtung Senden zu schicken. Speziell ins Rathaus. „Denn von hier“, hieß es einstimmig, „Wurde uns spontane Hilfe zugesagt.“ So lieferte die Gemeinde nicht nur Sand und Steine, sondern gleich einen kompletten Bausatz für den Unterstand. Einschließlich eines im Münsterland unverzichtbaren Fahrradständers.

Nun steht das Familien-Gemeinschaftsprojekt, auf das die Erbauer stolz sind. Für den unbeliebten Bushalt früherer Zeiten, das alte, durchgerostete Wellblechhäuschen schräg gegenüber, interessierte sich nur noch ein Hund, um dort sein Beinchen zu heben. In dem neuen Busstop sollen demnächst einmal die Gläser gehoben werden. Bei einer kleinen Feier, gemeinsam mit den Verantwortlichen aus dem Rathaus.

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