Fr., 13.10.2017

Bezirksausschuss Ottmarsbocholt Neue Hoffnung auf Ortsumgehung

Hendrik Wüst

Hendrik Wüst Foto: Gunnar A. Pier

Ottmarsbocholt - 

Es keimt neue Hoffnung, dass die Pläne für die Ortsumgehung Ottmarsbocholt aus der Schublade geholt und umgesetzt werden. Dies wurde im Bezirksausschuss bekannt.

Von Ulrich Reismann

In die Frage des Baus einer Umgehungsstraße für Ottmarsbocholt, deren Planungen seit 2011 auf Eis liegen, kommt wieder Bewegung. Landesverkehrsminister Hendrik Wüst will sich vor Ort über die Situation informieren und hat für den 15. Dezember einen Besuch in Ottmarsbocholt angekündigt. Patrick Alfs ( CDU) wertete dies am Donnerstagabend im Bezirksausschuss als einen deutlichen Impuls dafür, dass die schwarz-gelbe Landesregierung der Ortsumgehung eine andere Dringlichkeit beimesse als ihre rot-grüne Vorgängerin.

Die hatte das Projekt im Jahre 2011 zurückgestuft und die bereits weit vorangeschrittenen Planungen gestoppt. Ludger Janning (SPD) begrüßte die neue Entwicklung, weil auch er sich eine Entlastung des Dorfes vom Durchgangsverkehr wünsche, gab dabei aber zu bedenken, „dass auch CDU und FDP natürlich keine Gelddruckmaschine im Keller stehen haben“.

Auf Nachfrage von Dr. Evelyn Stauch (Grüne) teilt Bürgermeister Sebastian Täger mit, dass im Jahr 2010 der Südwest-Variante der Vorzug gegeben worden sei. In Protokollen damaliger Bezirksausschusssitzungen heißt es, dass „im Hinblick auf das Verhältnis von Kosten und Entlastungswirkung“ diese Linienführung „zu favorisieren ist“. Außerdem seien damit die geringsten Eingriffe in die Natur verbunden. Die Umweltverträglichkeitsprüfung war damals bereits abgeschlossen. Bürgermeister Täger sagte am Donnerstagabend, dass die Bevorzugung der Südwest-Variante unter Einbeziehung der K 2 für ihn auch deshalb „nachzuvollziehen“ sei, weil der Verkehr bei einer nördlichen Führung – was damals als Alternative im Raum gestanden hatte – „durch Davensberg geschickt werden müsste“.

Angesichts des Farbenwechsels in Düsseldorf hatte die CDU-Fraktion aktuell einen Antrag in den Bezirksausschuss eingebracht mit der Bitte an das Rathaus, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln auf eine schnellstmögliche Wiederaufnahme der Planungen hinzuwirken.

Dabei wurde mit zusätzlichen Verkehrsbelastungen infolge der Autobahnabfahrt in Amelsbüren argumentiert. Ob es diese Mehrverkehre tatsächlich gebe oder ob sie nur subjektiv wahrgenommen würden, das würde Stauch gerne durch eine aktuelle Zählung belegt wissen. Bei der Abstimmung über den CDU-Antrag enthielt sich die Vertreterin der Grünen, die anderen Parteien stimmten zu.

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