Mo., 16.10.2017

Pläne für Hörster Platz Tür zum Torhaus noch nicht offen

Die Idee des Heimatvereins, im Eingangsbereich zum Hörster Platz ein Torhaus zu errichten, ist im Bezirksausschuss von der CDU mit Zurückhaltung bewertet worden.

Die Idee des Heimatvereins, im Eingangsbereich zum Hörster Platz ein Torhaus zu errichten, ist im Bezirksausschuss von der CDU mit Zurückhaltung bewertet worden. Foto: ure

Ottmarsbocholt - 

Der Heimatverein Ottmarsbocholt möchte ein Torhaus auf dem Hörster Platz errichten. Dieses Projekt wurde im Bezirksparlament zumindest von der CDU reserviert aufgenommen.

Von Ulrich Reismann

Die vom Heimatverein in der April-Sitzung des Bezirksausschusses eingebrachte Idee, das Areal um Spieker und Backhaus um ein Torhaus zu erweitern, ist von der CDU mit Zurückhaltung aufgenommen worden. „Ich tue mich etwas schwer damit“, erklärte Sascha Weppelmann jetzt im „Ottmarsbocholter Parlament“. Er sehe es „kritisch“, auf der Grünanlage „zu viel Gebäudefläche anzusiedeln“, und dabei hatte er insbesondere die Kosten im Blick.

Vom stellvertretenden Fachbereichsleiter Klaus Mende waren hierfür „unter Berücksichtigung von Eigenleistungen des Heimatvereins“ 130 000 Euro veranschlagt worden. Weppelmann hegte gewisse Zweifel, ob man mit diesem Betrag auskommen werde. Da müsse bei der Kalkulation ja ein ganz enormes Pensum an Selbsthilfe unterstellt worden sein. Er sah die Gefahr, dass der Gemeinschaftsgeist der Bürger überstrapaziert werde, zumal dieser demnächst ja auch bei der neu zu errichtenden Trauerhalle vonnöten sei. „Und die ist im Moment wichtiger“, stellte der CDU-Sprecher auf WN-Nachfrage klar, wo für ihn die Prioritäten liegen.

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Ich tue mich etwas schwer damit.

Sascha Weppelmann

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Die akute Not des Heimatvereins an fehlenden Lagerungs- und Abstellmöglichkeiten sowie dessen Wunsch nach einer ebenerdigen Toilettenanlage – was er in dem Torhaus untergebracht wissen möchte – werde von der Union durchaus respektiert, unterstrich Roland Wieging im Ausschuss. Ob der in der April-Sitzung aufgezeigte Weg dahin jedoch der richtige sei, halte man für diskussionsbedürftig. Die Bauchschmerzen der CDU mit dem von einem Architekten des Heimatvereins entworfenen Torhaus-Plan haben auch mit Haushaltsdisziplin und Gleichbehandlung innerhalb der Gemeinde zu tun. „In den anderen Ortsteilen gibt es ebenfalls Begehrlichkeiten“, deren Dringlichkeit nicht von der Hand zu weisen sei, erklärte Sascha Weppelmann. Da dürfe es nicht zu irgendeiner Bevorzugung kommen.

Von der SPD wurden die Bedenken der Union nicht geteilt. Für Ludger Janning strahlt das Projekt einen gewissen „Charme“ aus. Außerdem liege ihm daran, das Engagement des Heimatvereins zu würdigen, der „nicht nur im Kopf“ äußerst rege sei, sondern „auch mit den Händen“ zupacke.

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Ein Projekt mit gewissem Charme.

Ludger Janning (SPD)

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Bevor die Politiker Entscheidungen treffen müssen, sind von der Verwaltung erst einmal geeignete Fördertöpfe ausfindig zu machen. Und das kann nach den Worten von Klaus Mende noch dauern. „Diese Zeit sollten wir dazu nutzen, um über andere Lösungen nachzudenken“, lautete das Fazit von Roland Wieging. Bei einer ohne Stufen zu erreichenden Toilette steht im ehemaligen Bauhof eine Übergangslösung zur Verfügung, worauf Klaus Mende hinwies.

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