Di., 21.11.2017

Kolpinggedenktag Verein dient als Schule fürs Leben

Verdiente Mitglieder wurden für ihre Treue zur Kolpingsfamilie Ottmarsbocholt ausgezeichnet.

Verdiente Mitglieder wurden für ihre Treue zur Kolpingsfamilie Ottmarsbocholt ausgezeichnet. Foto: ure

Ottmarsbocholt - 

Beim Kolpinggedenktag wurde deutlich, wie breit die Kolpingsfamilie in Ottmarsbocholt aufgestellt ist. Einen Schwerpunkt des Abends bildeten die Ehrungen verdienter Mitglieder.

Von Ulrich Reismann

Selbst 84-Jährige lernen noch Englisch. In den Kursen der Kolpingsfamilie. Davon war am Samstagabend auch die Rede, als beim Kolpinggedenktag ein Überblick über die vielfältigen Angebote gegeben wurde. Ansonsten standen Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften im Vordergrund. Dabei berichteten Jubilare rückblickend davon, dass sie in jungen Jahren in der Kolpingsfamilie gelernt hätten, Verantwortung zu übernehmen und diese Reife dann später zu einer Brücke für den eigenen beruflichen Erfolg geworden sei.

Seit 60 Jahren dabei sind Heinrich Bülskämper und Heinrich Lindfeld. Vor 50 Jahren traten Heinrich Eckervogt, Alfons Rave, Felix Rave und Günter Wierling ein. 40 Jahre sind es her, „als eine Zeitenwende eingeleitet wurde“, wie Monika Mann jenen Umstand formulierte, dass neun Frauen den Weg in die Gemeinschaft fanden. Bis dato hatte die 1953 gegründete Kolpingsfamilie lediglich drei Mitglieder weiblichen Geschlechts in ihren Reihen gehabt. Der „Frauen-Boom“, von dem die Vorsitzende Theresia Rave sprach, wurde ausgelöst von Evelyn Börtz-Rave, Gisela Dornhege, Hilde Hartz, Barbara Koch, Elsmarie Lindfeld, Cornelia Mann, Maria Möller, Agnes Unewisse und Monika Wierling. Das silberne Jubiläum von 25 Jahren feierten Renate und Reinhard Schulte Tenderich sowie Heinrich Volle.

Ein besonderer Dank galt Ute Hoffmann und Monika Weppelmann, die 15 Jahre lang den Glas- und Porzellanbasar organisiert haben. Darüber hinaus nahmen sie am Samstagabend während der Versammlung die Kinder unter ihre Fittiche, bastelten Holzengel und backten Plätzchen.

Für ein „Jahrhundertereignis“ warb Präses Pfarrer Klemens Schneider. Damit meinte er den im Mai 2018 stattfindenden Katholikentag – erstmals seit 1852 wieder in Münster. Bettina Kasberg warnte aus eigener Erfahrung eindringlich davor, ziellos dorthin zu fahren, sondern sich vorher aus dem Programmheft maximal drei Veranstaltungen auszusuchen. „Mehr schafft man an einem Tag nicht.“

Balsam für die Seele, wie es dieses Event sein möchte, sind die Wander-Exerzitien im Schwarzwald bereits gewesen, wurde aus dem Rückblick von Pfarrer Schneider deutlich: „Was war das toll. Da habe ich selbst Honig draus lecken können.“ Aus mancherlei Rückmeldungen wisse er, dass es unheimlich gut tue, die Gespräche zwischendurch auch mal zu unterbrechen und eine halbe Stunde lang nur die Natur zu genießen. Schweigen habe oft einen negativen Bezug, zum Beispiel „wenn zu Hause dicke Luft herrscht“. Bei Wanderungen werde es aber auch als äußerst heilsam empfunden.

Diese Erkenntnis gelte es mitzunehmen in das neue Jahr, wenn etwa ein „Besinnungsgang durchs Venner Moor“ auf dem Kolping-Programm steht.

Die Mitgliederversammlung mit der Wahl einer oder eines Vorsitzenden ist vom 3. auf den 17. März verschoben worden.

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