Do., 23.11.2017

Flächendeckendes WLAN Digitalisierung dringt in die Schulen

Den Anschluss ans globale Netz und weltweites Wissen sollen alle weiterführenden Schulen in Senden durch stabiles und leistungsfähiges WLAN erhalten. Glasfaser hat die Gebäude schon erreicht.

Den Anschluss ans globale Netz und weltweites Wissen sollen alle weiterführenden Schulen in Senden durch stabiles und leistungsfähiges WLAN erhalten. Glasfaser hat die Gebäude schon erreicht.

Senden - 

Auf dem Weg zur Schule 2.0: Flächendeckendes und leistungsfähiges WLAN soll in allen weiterführenden Schulen in Senden die Voraussetzungen schaffen, um in eine neue Welt des Lernens einzutreten. An pädagogischen Konzepten zu Chancen und Risiken wird gearbeitet.

Von Dietrich Harhues

Die Dienstreise in die Welt der Schule 2.0 führte nach Werne. Niklas Esser, Wirtschaftsförderer der Gemeinde Senden, Daniel Mört, EDV-Experte der Kommune, sowie Bianca Gouterney und Martin Stadelbauer als Fachlehrer vom Joseph-Haydn-Gymnasium schnupperten im dortigen Anne-Frank-Gymnasium Zukunftsluft. „Es war toll, das zu sehen“, lautet das Fazit von Gouterney. Schüler, die „definitiv motivierter“ waren, hat Esser entdeckt. Vor dem Quantensprung in das Lernen im Online-Zeitalter stehen auch Sendens Schulen der Sekundarstufe.

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Die Schüler waren definitiv motivierter.

Niklas Esser über seinen Eindruck vom Besuch einer „Tablet“-Klasse in Werne

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Den Weg dafür frei machte am Dienstagabend der Schulausschuss mit einem einstimmigen Votum. Denn das Gremium des Gemeinderates gab für die „Digitalisierung der gemeindlichen weiterführenden Schulen“ überplanmäßig Geld frei, das über Fördertöpfe wieder „reinkommen“ soll.

Neben einem Betrag von 40 000 Euro für eine pädagogische Oberfläche im Netzwerk (also Software) werden weitere 60 000 Euro für die technische Ausrüstung der Geschwister-Scholl-Schule und des Joseph-Haydn-Gymnasiums fällig; in der Edith-Stein-Schule ist ein WLAN-System schon installiert.

Auftrag für Verkabelung schon vergeben

In Realschule und JHG werden Verkabelungsarbeiten durchgeführt, die bereits an ein örtliches Elektro-Unternehmen vergeben worden sind, wie Esser auf WN-Anfrage bestätigt.

Ziel ist eine umfassende, stabile und leistungsfähige Versorgung der Schulen (fast aller Räume) mit WLAN. Dass es dabei bisher hakt, räumt Gouterney ein. Deshalb stoße auch der Einsatz des zur Verfügung stehenden Klassensatzes von Tablets an seine Grenzen.

Mit dem Anschluss ans Glasfasernetz bestehen die Voraussetzungen, dass viele Endgeräte gleichzeitig am Netz hängen können. Das Schul-WLAN soll im Frühjahr, so Esser, im Gymnasium und etwas später in der Realschule (wegen sonstiger Ertüchtigung der Schul-EDV) Realität sein.

Die Schulen waren in den Herbstferien von einer Fachfirma „durchleuchtet“ worden, um einen Plan zu erstellen, wo „Access-points“ für die Verbreitung der Daten angebracht werden. Die gute Nachricht von Bürgermeister Sebastian Täger: Die in den Schulen dafür eingesetzte Hardware im Wert von rund 100 000 Euro stellt Cisco Deutschland, Partner beim Pilotprojekt „Smart City“, gratis bereit.

Einsatz im Unterricht – am Konzept wird gearbeitet

Wie die Umsetzung für den Unterricht gestaltet wird, daran arbeiten jetzt Lehrer und Gemeinde. Vorgaben durch die Bezirksregierung gibt es dazu nicht, ergaben WN-Nachfragen.

Die Digitalisierung stand gerade gestern im JHG als Meta-Thema über dem pädagogischen Tag des Kollegiums. Wie die Chancen und Risiken des Online-Zeitalters zu nutzen sind, erfordert viel Konzeptarbeit.

In Werne haben die Besucher jedenfalls gesehen, dass ebenso in Englisch wie in „Roboter-Klassen“ mit dem Zugang zum weltweiten Netz die Tür zu einer neuen Welt des Lernens geöffnet wird.

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