Sa., 16.12.2017

Verkehrsminister Hendrik Wüst in Ottmarsbocholt: Ortsumgehung rückt in den Fokus

Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann (r.) und dem Landtagsabgeordneten Dietmar Panske (3.v.r.) war NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (2.v.r) in Ottmarsbocholt vor Ort. Begrüßt wurde er vom CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Günter Mondwurf (3.v.l.), Bürgermeister Sebastian Täger (2.v.l.) und CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Patrick Alfs.

Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann (r.) und dem Landtagsabgeordneten Dietmar Panske (3.v.r.) war NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (2.v.r) in Ottmarsbocholt vor Ort. Begrüßt wurde er vom CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Günter Mondwurf (3.v.l.), Bürgermeister Sebastian Täger (2.v.l.) und CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Patrick Alfs. Foto: sff

Ottmarsbocholt - 

Auf Initiative des CDU-Gemeindeverbandes war NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst in Ottmarsbocholt zu Gast, um sich mit den Argumenten für eine Ortsumgehung vertraut zu machen.

Von Siegmar Syffus

Ob eine Ortsumgehung für Ottmarsbocholt gebaut wird – und wenn ja, wann: Diesbezüglich ließ sich Hendrik Wüst am Fre4itag (15. Dezember) keine Prognose entlocken. Gleichwohl räumt der NRW-Verkehrsminister ein: „Aufgrund der vorgelegten Zahlen ist es in der Tat eine Maßnahme, die es verdient, in den Fokus der Landesregierung zu rücken.“ Allerdings habe sein Ressort eine „ganze Schublade voll“ mit ähnlichen, zurückgestellten Projekten von der rot-grünen Vorgängerregierung übernommen, sagte Wüst, der auf Initiative des CDU-Gemeindeverbandes, unterstützt vom Landtagsabgeordneten Dietmar Pankse, in der Gaststätte Vollmer vor Ort war. Höchste Priorität habe zunächst einen Masterplan für die Bundesfernstraßen, erklärte Wüst. „Vieles hängt dann davon ab, wie schnell wir die Planungskapazität hochfahren können.“ Im Frühjahr seien dann die Landesstraßen an der Reihe.

Und eben dazu gehört auch die Ottmarsbocholter Dorfstraße (L 844), die durch eine Umgehungsstraße um über 50 Prozent (5400 Fahrzeuge) entlastet werden könnte. Darauf wies Klaus Mende hin. Der zuständige Sachgebietsleiter der Gemeinde ließ den Verfahrensverlauf, der von der früheren Landesregierung Anfang 2011 gestoppt wurde, Revue passieren. Demnach lagen bereits Ende 2010 sowohl eine Umweltverträglichkeitsprüfung als auch eine weit fortgeschrittene Linienbestimmung vor. Ferner bestätigten aktuelle Zählungen die damals getroffenen Prognosen, berichtete Mende. Durch die neue Autobahnauffahrt bei Amelsbüren und den Hansa-Business-Park steige das Verkehrsaufkommen weiter an.

„Ottmarsbocholt ist für meine Studenten ein hervorragendes Beispiel, wie man sinnvoll plant“, erklärte Verkehrsexperte und CDU-Ratsherr Prof. Dr. Martin Lühder. Leider sei das Verfahren seinerzeit ausgebremst worden. „Ich hoffe, dass diese Fehlentscheidung im Sinne der Menschen revidiert wird“, so Lühder. Gerd Gebauer, Vorsitzender des Gemeindeentwicklungsausschusses, wies darauf hin, dass eine Ortsumgehung, die eine zügige Verbindung von der B 58 zur Autobahnauffahrt Amelsbüren schafft, auch Davensberg und Ascheberg entlaste. „Es sind wichtige überörtliche Verbindungen, die durch Ottmarsbocholt führen. Außerdem ist die Dorfstraße die bedeutendste innerörtliche Verbindung“, warf Bürgermeister Sebastian Täger in die Waagschale.

„Ich will Ihnen nicht zu viel Hoffnung machen“, so der Minister. Doch spreche einiges dafür, dass das Verfahren zur Ortsumgehung „in dieser Wahlperiode“ weiterkommt. Von der früheren Landesregierung seien rund 100 Projekte gestoppt worden. „Aber viele haben nicht diese Belastung und nicht diese Entlastungsmöglichkeit“, räumte Wüst ein.

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