Sonderregelung für Amelsbüren auf dem Prüfstand
Forensik-Beauftragter kommt persönlich

Amelsbüren/Senden -

Ob die in der Amelsbürener geltende Ausgangsregelung weiter Bestand hat, ist offen. Näheres will der Forensik-Beauftragte Uwe Dönisch-Seidel am 12. April mit dem Klinik-Beirat besprechen.

Montag, 12.03.2018, 13:03 Uhr

„Jetzt haben wir den befürchteten Salat. Herr Dönisch-Seidel hat eine Überprüfung der Amelsbürener Regelung angekündigt. Was kommt jetzt auf unsere Region zu?“, lautete eine der erste Reaktionen in Senden auf die Aussagen des Landesbeauftragten für den Maßregelvollzug. Der hatte in Lippstadt-Eickelborn eine Überprüfung der geltenden Ausgangsregelungen in Amelsbüren angekündigt.

Noch ist die Überprüfung der Sonderregelung, die im Januar 2017 vereinbart wurde, nicht abgeschlossen. Auf Anfrage unserer Zeitung erklärt Uwe Dönisch-Seidel, er gehe davon aus, dass bis zur nächsten Sitzung des Klinikbeirats am 12. April ein Ergebnis vorliege. An der Sitzung des Gremiums will er persönlich teilnehmen.

In Lippstadt-Eickelborn war nach gut 22 Jahren die so genannte 1:1-Regelungen durch ein Urteil des Oberlandesgerichtes Hamm gekippt worden. Hoffnungen auf eine Rückkehr zu dieser Regelung hatte Dönisch-Seidel auf einer Bürgerinformation einen Dämpfer verpasst.

Die Aussagen des Landesbeauftragten wurden in Münster und in Senden mit Interesse verfolgt. „Wir haben geahnt, dass die Sicherheitsdebatte von Lippstadt nach Amelsbüren herüberschwappt“, sagt der Regionalgeschäftsführer der Alexianer, Stephan Dransfeld, gegenüber unserer Zeitung. Für ihn ist die Position seines Hauses unverrückbar: „Wir haben keinen Anlass, etwas zu verändern.“ Die im Januar 2017 vereinbarten Ausgangsregelungen für den Bereich des Alexianer-Campus hätten sich in der Praxis bewährt, sagt Dransfeld.

Für die Bürgerinitiative erklärt Anke Knoke-Kahner, sie bestehe weiterhin darauf, dass es keine unbegleiteten Ausgänge in Amelsbüren und Senden gebe.

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