Kolpingfamilie Ottmarsbocholt
Abschied hinterlässt eine Lücke

Ottmarsbocholt -

Mit ihrem Abschied als Vorsitzende hinterlässt Theresia Rave eine klaffende Lücke. Ein Nachfolger wurde nicht gefunden, wohl aber eine provisorische Lösung. Kassierer Michael Diepenbrock wird nun für die Dauer eines Jahres „juristisch“ die Führung übernehmen.

Sonntag, 18.03.2018, 16:03 Uhr

Gut besucht war die Mitgliederversammlung der Kolpingsfamilie Ottmarsbocholt.
Gut besucht war die Mitgliederversammlung der Kolpingsfamilie Ottmarsbocholt. Foto: ure

Theresia Rave ist von der Bühne der Ottmarsbocholter Kolpingsfamilie abgetreten. „Du bist immer neugierig gewesen auf Neues“, so charakterisierte Vorstandskollegin Monika Mann auf der Mitgliederversammlung im Pfarrheim ihr Wesen. Engagiert und „mit richtig viel Herz“ habe sie als Vorsitzende die Geschicke des Vereins geführt. Pfarrer Klemens Schneider sprach von der „Lust am Ausprobieren“, die hier zutage getreten sei. Und dabei sei ihr der Glaube stets wichtig gewesen. Nach acht Jahren wollte Theresia Rave jetzt nicht mehr – ein Nachfolger konnte im Vorfeld aber nicht gefunden werden. „Keiner wollte vorweggehen“, so wurde dies am Samstagabend auf den Punkt gebracht.

Nachfolge ist provisorisch gesichert

Trotzdem war die Versammlung vorher in geordnete Bahnen gelenkt worden. Ein womöglich konfuser Verlauf konnte damit vermieden werden. Kassierer Michael Diepenbrock wird nun für die Dauer eines Jahres „juristisch“ die Führung übernehmen. Das heißt, dass er die „offizielle Briefkastenadresse“ sein wird und den Verein nach außen hin vertritt. „Nach innen hin bleibt das Amt des Vorsitzenden unbesetzt“, stellte Theresia Rave klar. Sie zeigte sich erleichtert, ein vorübergehendes Provisorium gefunden zu haben, mit dem sich die Kolpingsfamilie nun ausreichend Luft verschaffe, doch noch den Schlüssel für eine dauerhafte Lösung zu finden.

Theresia Rave (2.v.r.) wird nach achtjähriger Tätigkeit von Monika Mann und Pfarrer Klemens Schneider verabschiedet.

Theresia Rave (2.v.r.) wird nach achtjähriger Tätigkeit von Monika Mann und Pfarrer Klemens Schneider verabschiedet. Foto: ure

Messlatte liegt nach „Power“-Führung hoch

Dass sich dieses so schwierig gestaltet, liege schlichtweg daran, dass sie selbst „die Messlatte“ durch ihre Power in den zurückliegenden Jahren „ganz schön hoch gehängt“ habe, wie ihr in den letzten Tagen mehrfach zugetragen worden sei, berichtete Rave. Und weshalb sie schon ein schlechtes Gewissen bekommen habe. Sie könne darauf aber nur entgegnen, dass dieses nie und nimmer das Ergebnis von nur einer Person sei. „Wenn wir dieses Team nicht gehabt hätten, dann wäre die Messlatte nicht da, wo sie heute ist.“

Weitere Wechsel im Vorstand

Neu in den Vorstand gewählt wurden die Beisitzerinnen Jana Bender und Gabriele Spiller. Ein familiär bedingtes Ausscheiden musste bei Irmgard Scheipers hingenommen werden. Nicht besetzt werden konnten neben dem Amt des Vorsitzenden auch das des Stellvertreters und des männlichen Leiters der Gruppe Erwachsene. Die Funktion der Kassenprüfer kommt Dieter Tschernay und Gerhard Beisenkötter zu.

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Neue Gedanken und neue Ideen seien einer Vielzahl von Köpfen entsprungen. Ganz in diesem Sinne bekräftigte Michael Diepenbrock den Teamgeist des Vorstandes: „Gemeinsam sind wir stark.“ Deshalb sei ihm auch um die Zukunft überhaupt nicht bange. Persönliche Worte richtete Theresia Rave an ihren Ehemann Josef. Die ganze Arbeit habe ja nun nicht immer alle Tage Sonnenschein bedeutet. Wenn sie mitunter „Puh, es geht nicht mehr“, geseufzt habe, dann sei er es gewesen, „der mich wieder aufbaute“.

Ein besonderes Anliegen ist der scheidenden Vorsitzenden immer die Einbindung der Jugendlichen gewesen. „Mit zig Ansätzen“, wie Monika Mann in Erinnerung rief. Dabei bezeichnete sie es als einen glücklichen Umstand, dass sich hier „just am heutigen Tage deiner Verabschiedung vielleicht doch eine Tür aufgetan hat, mit der uns nun weitere Schritte gelingen könnten“. Da die Dinge, die sich am Samstag in Sachen Jugendarbeit womöglich anbahnten, noch ausgesprochen vage sind, sollen sie erst später für die Öffentlichkeit präsentiert werden.

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