Ehrenamtliche ärgern sich über Hundehalter
Frühjahrsputz in Ottmarsbocholt

Ottmarsbocholt -

„Aktion Saubere Landschaft“ hieß es am Samstag wieder einmal in „Ottibotti“. Nachdem der erste Termin eine Woche zuvor wegen eisigen Windes und zugefrorener Gräben abgesagt worden war, erfreuten sich an diesem Samstag die Müllsammler schönsten Frühlingswetters.

Sonntag, 25.03.2018, 14:03 Uhr

Jung und Alt machten sich vom Spieker aus auf den Weg zum Frühjahrsputz von Ottmarsbocholt.
Jung und Alt machten sich vom Spieker aus auf den Weg zum Frühjahrsputz von Ottmarsbocholt. Foto: dk

„Aktion Saubere Landschaft“ hieß es am Samstag wieder einmal in „Ottibotti“. Nachdem der erste Termin eine Woche zuvor wegen eisigen Windes und zugefrorener Gräben abgesagt worden war, erfreuten sich an diesem Samstag die Müllsammler schönsten Frühlingswetters. „Das ist ja fast schon so etwas wie ein Spaziergang mit Action“ lachte Josef, einer der Senioren des Heimatvereins beim frühen Treff am Spieker.

Hier verteilte auch Stefan Frie Greifzangen und Müllsäcke an die kleinen und großen „Dreck-Aktivisten“. „Immerhin hegt und pflegt man hier im Dorf diese jährliche Landschaftspflege schon seit länger als vier Jahrzehnte“, erinnerte der Heimatvereins-Vorsitzende, der im Fahrradanhänger seinen kleinen Enkelsohn Alex mitgebracht hatte. Und der Fünfjährige machte durchaus den Eindruck, dass er so langsam in die Fußstapfen seines Opas zu treten bereit ist.

Leider fehlte dagegen die Feuerwehrjugend komplett. „Die konnten einen wichtigen Termin nicht mehr verschieben. Aber wir sind ja auch so schon genug“, nickte man in der Seniorenrunde am Spieker, als immer mehr Trecker mit Kinder-Ladung herbei tuckerten.

„Zum Glück ist es dieses Mal nicht ganz so schlimm mit dem einfach in der Landschaft verstreuten Mist“, hatten erste Inspektionsgänge ergeben. „Widerlich nur“, so ein Dörfler, „dass die Hundehalter inzwischen zwar Beutel für die Köttel ihrer geliebten Vierbeiner mitnehmen. Nur die Tüten dann nach Gebrauch einfach in die Büsche werfen, ist auch nicht der richtige Weg“, war man sich einig. „Ich denke, wir werden demnächst rote Plastikbeutel in die dafür extra aufgehängten Halterungen füllen. Dann ist es vielleicht einfacher die leidigen Spuren und ihre Verursacher zu ermitteln“, verriet Frie.

Und dann setzte sich der ganze Tross aus Trekkern, Bollerwagen und „Landschafts-Pflege-Kräften“ in Bewegung, säuberte die Gräben von leeren Pizzakartons und Schnapspülleken, ‚Cafe-to-go‘-Bechern und Plastikbeuteln. Und freute sich mittags im immer noch warmem Sonnenschein über die leckere Grillwürstchen in ihrem nun wieder sehenswert schönen ‚Ottibotti‘.

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