Team des Sendener Secondhand-Marktes überreicht Spenden
Finanzspritzen fördern Jugendtreffs

Senden -

Das Team des Sendener Secondhandmarktes hat sechs karitative Einrichtungen mit Spenden bedacht. Unter anderem profitieren die Jugendtreffs in Senden, Ottmarsbocholt und Bösensell.

Dienstag, 17.04.2018, 10:04 Uhr

Mitglieder des Orga-Teams überreichten den Vertretern der karitativen Einrichtungen Spenden, die als Teilerlös aus den Verkäufen des Secondhandmarktes erwirtschaftet wurden
Mitglieder des Orga-Teams überreichten den Vertretern der karitativen Einrichtungen Spenden, die als Teilerlös aus den Verkäufen des Secondhandmarktes erwirtschaftet wurden Foto: Orga-Team

Erfolgreich ist im Februar der Secondhand-Markt für Erwachsene in der Steverhalle verlaufen. Die Spenden als Anteil aus dem Verkaufserlös wurden jetzt von Mitgliedern des Organisationsteams an Vertreter örtlicher karitativer Einrichtungen übergeben. Bedacht wurden die Jugendtreffs in Senden, Ottmarsbocholt und Bösensell, die Tschernobyl-Hilfe und das Zentrum Lenz.

Die Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“ ermöglicht seit vielen Jahren, dass Kinder und Jugendliche aus der Region Svensk für drei bis vier Wochen zur Erholung nach Senden kommen, heißt es in einer Mitteilung. „Dieses Jahr erwarten wir 14 Kinder und Jugendliche“, berichtete Katharina Nitz-Uliczka. „Neben den Reisekosten übernehmen wir manchmal auch die Kosten für die erforderlichen Reisepässe.“ Die jungen Gäste aus Svensk werden in Senden in Gastfamilien untergebracht und von der Tschernobyl-Hilfe mitbetreut. Die Spende des Secondhandmarkt-Teams soll für Ausflüge in die nähere Umgebung eingesetzt werden.

Für die Jugendarbeit in Senden, Ottmarsbocholt und Bösensell freute sich Holger Rehring über jeweils einen Spendenscheck. „Unsere Jugendtreffs sind für alle Jugendlichen kostenlos zugänglich“, berichtete er. In Bösensell bezieht der Jugendtreff gerade ein neues Domizil in den ehemaligen Räumen der Sparkasse. Hier soll die Spende eingesetzt werden. „Bisher sind wir in Kellerräumen der Grundschule untergebracht, die für Kinder- und Jugendarbeit weniger gut geeignet und auch nicht behindertengerecht sind“, so Rehring.

In Ottmarsbocholt soll das Geld für die Renovierung des Jugendtreffs „Auf der Horst“ eingesetzt werden. „Wir sind Ansprechpartner für Probleme in der Schule, unterstützen bei Bedarf bei den Hausaufgaben, gestalten gemeinsame Freizeit und vieles mehr“, berichtete der Treffleiter. Die Räume wurden zuletzt vor zehn Jahren renoviert. „Seitdem sitzen wir auf einem damals schon alten, gespendeten Sofa.“

Der Jugendtreff Vivo in Senden plant eine mehrtägige Fahrt, an der junge Leute im Alter von zehn bis 16 Jahren teilnehmen können. „Zwei unserer Mitarbeiter fahren mit zehn bis zwölf Jungs nach Hamburg“, führte Rehring aus. Die Fahrt ist für die jungen Leute nicht kostenlos, allerdings sollen die finanziellen Aufwendungen so niedrig wie möglich gehalten werden. „Über die Spende freuen wir uns sehr“, betonte der Diplompädagoge und Sozialmanager.

Für das „Zentrum Lenz des „Modells Senden“ nahm das Vorstandsmitglied Freimut Klaes eine Spende entgegen: „Bei uns werden Langzeitarbeitslose, die uns normalerweise vom Kreis Coesfeld zugewiesen werden, beschäftigt“, informierte er. Das „Lenz“ eröffne mit seinem ganzheitlichen Förderangebot vor allem besonders benachteiligten Menschen mit mittleren bis schweren Vermittlungshemmnissen die Möglichkeit beruflicher und persönlicher Entwicklung. Die Zuwendung des Secondhand-Marktes soll in den Erhalt von Arbeitsplätzen in den Lenz-Werkstätten einfließen.

Doch nicht nur Sendener Einrichtungen wurden bedacht. Ein weiterer Betrag wurde an die Kindernothilfe überwiesen, bei der das Orga-Team seit Jahren ein Patenkind unterstützt, heißt es in der Mitteilung.

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