KRAKE-Projekt plant Informationstour für Schulabsolventen
Gezielt fürs Handwerk werben

Ottmarsbocholt -

Im Rahmen des Projekte „KRAKE – starke Dörfer“ möchten Ottmarsbocholter Betriebe gemeinsam für die Ausbildung im Handwerk werben. Dazu sollen 14- bis 16-Jährige zu einer Radtour zu den örtlichen Unternehmen eingeladen werden. Vor Ort wird den Jugendlichen der Beruf in der Praxis vorgestellt.

Mittwoch, 18.04.2018, 17:04 Uhr

Dass das Handwerk eine Wirtschaftsmacht ist, die ungeahnte berufliche Karrierechancen eröffnet, möchten die am KRAKE-Projekt beteiligten Betriebe angehenden Schulabgängern bei einer Besichtigungstour deutlich machen.
Dass das Handwerk eine Wirtschaftsmacht ist, die ungeahnte berufliche Karrierechancen eröffnet, möchten die am KRAKE-Projekt beteiligten Betriebe angehenden Schulabgängern bei einer Besichtigungstour deutlich machen. Foto: ure

Längst nicht jeder Schulabsolvent weiß, welche berufliche Laufbahn er einschlagen möchte. Andererseits sucht insbesondere das Handwerk nach ausbildungswilligen Schülerinnen und Schülern. Doch bei so manchem Jugendlichen stehen Berufe wie Heizungsbauer, Tischler oder Raumausstatter nicht unbedingt hoch im Kurs.

Vor diesem Hintergrund soll 14- bis 16-Jährigen im Rahmen des KRAKE-Projektes („Starke Dörfer“) auf einem Samstagnachmittag im September bei einer Radtour die Besichtigung örtlichen Handwerksbetrieben angeboten werden. Vielleicht entdecke der eine oder andere dabei „seinen“ Beruf, hieß es am Dienstagabend bei einem Planungstreffen in der Gaststätte Lindfeld.

Das Handwerk sei eine Wirtschaftsmacht – „und kann sowohl für Jungen als auch für Mädchen das Sprungbrett sein, um sich selbst und seine Lebensziele zu verwirklichen“, wie es aus dem Kreis der versammelten Handwerker hieß.

Die künftigen Schulabgänger neugierig zu machen und bei ihnen das Interesse für einen spannenden Beruf zu entfachen, das ist das erste Ziel der Radtour. „Die Attraktivität des Handwerks herauszustellen“, wie es Friederike von Hagen von der Fachhochschule Münster formuliert, die das KRAKE-Projekt federführend begleitet. Im zweiten Schritt geht es darum, deutlich zu machen, welche Vielzahl an Ausbildungen am eigenen Ort möglich ist. Die kurzen Wege zur Arbeitsstelle seien ein großes Pfund, welches den Jugendlichen vor Augen geführt werden soll. Unter anderem kann bei einem Heizungs- und Sanitär-Betrieb, einem orthopädischen Schuhmacher, einem Tischler, einem Metallbauer und einem Fußbodentechniker bei der für den 8. September vorgesehenen Radtour hinter die Kulissen geschaut werden.

In jedem Betrieb soll ein Element mit einem gewissen Unterhaltungswert eingebaut werden, sodass die Jugendlichen Spaß haben. „Das wird kein stumpfes Abgrasen eines Laufzettels sein“, brachte es ein Handwerker auf den Punkt.

Worauf es jetzt im Vorfeld zu allererst ankomme, sei effektiv „zu trommeln“. Insbesondere über die weiterführenden Schulen soll die Zielgruppe der 14- bis 16-Jährigen auf die Berufswahl-Info aufmerksam gemacht werden. „Dabei freuen wir uns auch auf Mädchen“, stellt Friederike von Hagen heraus. Denn eines sei klar: „Alle Berufe sind für beiderlei Geschlechter geeignet“, ergänzt Alexander Lindfeld. „Wir suchen euch“, so lautet der Appell des Handwerkes, der einen Sanitärbetrieb führt. Überall biete sich die Gelegenheit, über ein Praktikum oder einen Ferienjob erst einmal hineinzuschnuppern. Sollte am Ort das Passende nicht dabei sein, „so stellen wir auch gerne Kontakte zu anderen Branchen in der Umgebung her“, sagte von Hagen.

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