Gemeinsame Feldbegehung der Landwirtschaftlichen Ortsverbände
Frühe Hitze macht dem Getreide zu schaffen

Senden -

Die hohen Temperaturen im April und Mai bereitem dem Getreide Stress, von daher dürften die Ernteerträge geringer ausfallen als erhofft. Im Gegensatz zum Getreide ist der Mais dankbar für diese Wetterlage

Mittwoch, 16.05.2018, 18:05 Uhr

Pflanzenschutzberater Bernhard Wiesmann (r.) besichtigte gemeinsam mit Landwirten aus Senden und Ottmarsbocholt Getreide- und Maisfelder des Hofes Ewald.
Pflanzenschutzberater Bernhard Wiesmann (r.) besichtigte gemeinsam mit Landwirten aus Senden und Ottmarsbocholt Getreide- und Maisfelder des Hofes Ewald. Foto: ure

Wenn der Sommer schon im Frühling kommt, dann führt das im Getreide zu Stress. Auf diesen Nenner brachte Bernhard Wiesmann, Pflanzenschutzberater der Landwirtschaftskammer Coesfeld, die aktuelle Situation auf den Feldern. Bei der Feldbegehung der Landwirtschaftlichen Ortsverbände Senden und Ottmarsbocholt am Dienstagabend auf dem Hof Ewald war der dort angebaute Weizen im Wachstum bereits so weit fortgeschritten, wie es Wiesmann Mitte Mai bislang noch nie erlebt hat.

Nach dem wärmsten April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen setzten sich die ungewöhnlich hohen Temperaturen im Mai fort. Gleichzeitig machte sich der Regen rar, und das führte vor allem auf Sandböden, die über ein nur geringes Wasserspeichervermögen verfügen, zu Strapazen für das Getreide, was ein beschleunigtes Wachstum auslöst. Auch wenn niemand die weitere Wetterentwicklung bis zur Ernte vorhersagen könne, so lasse sich zumindest sagen, dass der frühe Sommer „nicht förderlich für den Getreideertrag“ ist, erklärte Wiesmann. Ein langsames Wachstum biete immer bessere Voraussetzungen für die Bildung von großen und schweren Körnern in den Ähren.

Im Gegensatz zum Getreide ist der wärmeliebende Mais dankbar für das bisherige Wetter. Von Weizen und Co. unterscheidet er sich außerdem dadurch, dass er seinen Hauptwasserbedarf nicht im Mai, sondern erst im Juli hat. Abschließend lud Bernhard Wiesmann die Landwirte ein, sich weitere praktische Hinweise für ihre Arbeit beim Feldtag der Landwirtschaftskammer am 11. Juni auf den Versuchsflächen in Merfeld zu holen.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5744026?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Staatsanwälte ermitteln wegen Waffenrecht-Verstößen
Das Urenco-Areal in Gronau aus der Vogelperspektive.
Nachrichten-Ticker