Theo Stenkamp investierte früh in Klimaschutz
Sonne spendet üppig Energie

Bösensell -

Klimaschutz und Entlastung des eigenen Portemonnaies – beides zu verbinden ist möglich, zeigt sich an dem Haus von Theo Stenkamp. Der Bösenseller, Mitstreiter der Agenda21-Gruppe, hat früh in nachhaltige Energiegewinnung investiert.

Dienstag, 22.05.2018, 06:00 Uhr

Ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz: Theo Stenkamp hat frühzeitig auf Solarenergie zur Warmwasser- und Stromgewinnung gesetzt
Ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz: Theo Stenkamp hat frühzeitig auf Solarenergie zur Warmwasser- und Stromgewinnung gesetzt Foto: dk

Erkenntnisse sammeln, der längst angeschlagenen Natur in der eigenen privaten Umgebung helfen und bereits gemachte Fehler korrigieren, dem widmet sich der Bösenseller Theo Stenkamp mit Leidenschaft. So gehört er auch mit zum Kreis der Sendener Agenda21-Gruppe, die ihr Motto „Wir haben nur diese eine Welt. Packen wir es gemeinsam an! Warten wir nicht länger“, mit erwiesener Notwendigkeit weitergeben wollen.

In der ersten Folge einer Serie berichteten WN über die selbstgebaute Feinstaub-Messanlage am Wohnhaus des Diplom-Ingenieurs im Ruhestand Werner Pfeil. Nun besuchten die WN den Bösenseller Elektromeister Theo Stenkamp, der sein Einfamilienhaus zu einem ökologischen Musterhaus ausgebaut hat.

Logischerweise steckten 1978, als der versierte Handwerker in zumeist Eigenleistung das Haus für seine Familie an der Antoniusstraße errichtete, Dämm- und Energie-Spar-Maßnahmen noch in den Kinderschuhen. Doch mit dem Beginn des Solarzeitalters nahm Theo Stenkamp bald schon Stift und Rechner in die Hand, um die schnell wachsenden Möglichkeiten durch Um- und Einbauten zu nutzen. Und dabei nicht nur die Natur, sondern auch den eigenen Finanzhaushalt spürbar zu entlasten. Wozu inzwischen die gesetzliche Energiesparverordnung zwingt.

Zwei Solar-Systeme auf dem Dach

Theo Stenkamp ließ sich dazu gleich zwei Systeme auf das Dach seines Hauses installieren. Zum einen Solar-Einheiten, die der Warmwassererzeugung dienen, zum anderen Photovoltaik-Kollektoren für den eigenen Strom. Dazu noch einen Batteriespeicher im Keller und damit eine autarke Stromversorgung (je nach Gebrauch und Witterung) von bis zu 70 Prozent des Bedarfs.

Agenda-Gruppe berät Eigentümer

Was jeder Hausbesitzer an Kosteneinsparung gewinnen sowie nicht zuletzt für den Klimaschutz tun kann und dabei Stress mit Behörden vermeidet, vermitteln die Agenda21-Mitstreiter mit Theo Stenkamp bei weiteren Gesprächen im Nebengebäude des Rathauses, Gebäude des „Treffpunkts“. An jedem zweiten Mittwoch im Monat ab 18.30 Uhr stehen die Treffen an.  

| www.agenda21senden.de

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Aus langen Tabellen mit endlosen Berechnungsunterlagen kristallisierte der clevere Hausbesitzer die derzeitigen Gewinne heraus. Eine 1kWp (Kilowatt-Peak= darunter versteht man die Spitzenleistung unter Standardbedingungen) kostet etwa 2000 Euro. Stenkamp: „Ich habe bei mir 4,6 kWp plus zwei kW Speicherbatterie – entsprechend der Größe des Hauses von 170 Quadratmetern. Das kostete rund 10 000 Euro. Die eigenfinanzierte Investition hat sich bei mir nach weniger als zehn Jahren bereist amortisiert.“

Bei einem Stromverbrauch von jährlich rund 3450 kWh zahlt der Bösenseller monatlich nur noch 18 bis 20 Euro. Vorher waren es 84 Euro im Monat. „Das macht an Jahresgewinn mehr als 700 Euro“, rechnet der Klimaschützer vor.

Heizung macht im Sommer Pause

Die vier Flachkollektoren auf Stenkamps Dach liefern das Warmwasser für Dusche, Brauchwasser und zur Heizungsunterstützung. Bei Nichtgebrauch wird das Warmwasser in einem Speichertank gelagert. Der positive Effekt: „Im Sommer stelle ich für etwa fünf Monate die Ölheizung komplett ab und habe trotzdem immer Warmwasser genug“, schildert der Bösenseller Hausbesitzer.

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