Ehepaar Hohenlöchter gibt heimischen Pflanzen und Insekten ein Zuhause
Paradies hinterm Haus erschaffen

Senden -

Direkt hinter ihrem Haus an der vielbefahrenen Münsterstraße haben Georg und Marlene Hohenlöchter eine kleines, grünes Paradies erschaffen. Dort sprießen unzählige heimische Pflanzen und ein Kaktus, der über Nacht 19 Blüten zur Welt gebracht hat.

Donnerstag, 14.06.2018, 13:24 Uhr

Die Eheleute Georg und Marlene Hohenlöchter haben hinter ihrem Haus an der Münsterstraße eine grüne Oase erschaffen, in der vorwiegend heimische Pflanzen üppig sprießen.
Die Eheleute Georg und Marlene Hohenlöchter haben hinter ihrem Haus an der Münsterstraße eine grüne Oase erschaffen, in der vorwiegend heimische Pflanzen üppig sprießen. Foto: sff

Parkende Autos am laufenden Meter, nur hier und da ein paar Bäume. Asphalt, Blech und Pflastersteine prägen das Erscheinungsbild der Münsterstraße. Wer ahnt schon, dass sich hinter dem Haus Nummer 26 eine dicht bewachsene, artenreiche Oase öffnet ?

Mit grünen Daumen und viel Liebe haben die Naturfreunde Georg und Marlene Hohenlöchter dort ein kleines Paradies erschaffen. „Als wir 1983 hier eingezogen sind, wollte ich nur einen aufgeräumten Teich im Garten haben“, erinnert sich Georg Hohenlöchter. Doch flugs zeigte sich ein kecker Löwenzahn. „Meine Mutter hat mir damals gesagt: Mach‘ den weg. Nein, der bleibt, habe ich gesagt. Und seitdem durfte bei uns alles wachsen“, erinnert sich der heute 70-Jährige an die Geburtsstunde seiner grünen Oase. Hier wachsen vorwiegend heimische Pflanzen wie Bärlauch und Brombeeren, Knoblauch-Rauke, Weidenröschen und Weinranken.

„Heutzutage kennen viele Leute solche Arten gar nicht mehr“, bedauert Marlene Hohenlöchter, die sich nicht allein an dem üppig sprießenden Grün ihres Gartens erfreut: „Bei uns sind Hummeln, Bienen und Libellen willkommen“, sagt die 65-Jährige lächelnd. „Auch ein Zaunkönig ist bei uns heimische geworden“, ergänzt ihr Mann, der im vergangenen Jahr mit einem Umweltpreis der Gemeinde Senden ausgezeichnet wurde.

Neben dem naturnahen Garten beherbergt das Grundstück der Hohenlöchter auch zwei botanische „Sonderabteilung“: den Balkon und die Terrasse. „Auf dem Balkon haben wir ganz bewusst Geranien in die Kästen gesetzt, damit die Taubenschwänzchen genug Nahrung finden. Das ist ein kleines Insekt, das auch als deutscher Kolibri bezeichnet wird“, erläutert der Naturfreund.

Zur großen Freude von Marlene und Georg Hohenlöchter sind über Nacht 19 Blüten aus einem einzelnen Kaktus gewachsen.

Zur großen Freude von Marlene und Georg Hohenlöchter sind über Nacht 19 Blüten aus einem einzelnen Kaktus gewachsen. Foto: sff

„Sonderabteilung II“ ist die Terrasse. Dort befindet sich ein Lebensraum für Kakteen und Sukkulente. Einer dieser Exoten der Gattung „Echinopsis“, der vor über 20 Jahren als Ableger zu den Hohenlöchters kam, hat sich jetzt für seine Herberger auf besonders blumige Weise bedankt: „Am Mittwoch hatte der Kaktus nur drei Blüten. Über Nacht sind auf einen Schlag 19 weitere dazu gekommen. So hat er noch nie geblüht“, freut sich das Ehepaar über das üppig sprießende Leben.

Und was ist aus dem „aufgeräumten Teich“ geworden, mit dem 1983 alles begann ? „Von ,aufgeräumt‘ ist nichts geblieben. Schauen Sie sich doch um“, lacht Georg Hohenlöchter, umgeben vom satten Grün seines kleinen Paradieses.

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