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Mo., 01.03.2010

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Alltag in leuchtenden Farben

Der aus dem Iran stammende Künstler Ali Eameri stellt seit Sonntag in der Friedenskapelle aus.Foto: (mgoe)

Senden - Die Bilder von Ali Eameri stellen die einfachen Momente aus dem alltäglichen Leben dar und die Unterdrückung der Frauen im Iran. Am Sonntag wurde die Ausstellung „Die Begegnung“ des aus dem Iran stammenden Künstlers in der Friedenskapelle eröffnet.

Schon beim Betreten des Raumes blieben viele stehen, um die leuchtenden Farben auf sich wirken zu lassen. Und noch einen Grund gab es: Man fühlt sich in dem kleinen Raum von den dargestellten Personen beobachtet. Und so huschten immer wieder Blicke zu den Gesichtern, als ob man damit rechnen müsse, dass sich die Augen bewegen.

Dr. Hans Meckling, über den der Kontakt zwischen dem Künstler und der KuKIS entstanden ist, räumte ein, dass auch er sich von den Bildern „unvermittelt beobachtet fühlt“. Die „üppige Farbigkeit im Kontrast zur zurückhaltenden Körperhaltung“ der Abgebildeten fiel ihm ebenso auf wie die Tatsache, dass „viel Frau und wenig Mann“ gemalt wurde. Wieso er so viele Frauen male, sei ihm selbst ein Rätsel, sagte Ali Eameri. Seine Inspiration sammele er im Alltag. „Die Momente im Leben eines jeden Menschen und meine Umgebung sind meine Eckpunkte“, berichtete er. Beim Malen versuche er die Farben nicht zu mischen. Denn jede Farbe drücke ein eigenes Gefühl aus.

Seine Bilder zeigen Situationen, die einer Frau im Iran jeden Tag passieren können: auf dem Basar, mit anderen Frauen zusammen, aber auch bedroht von Männern. „In meinem Heimatland werden die Frauen unterdrückt - von ihren Familien und der Regierung“, erzählt er. Er selbst lebe schon seit 1976 in Deutschland, fühle sich mit seinem Heimatland aber dennoch sehr verbunden.

Mit einem Glas Sekt in der Hand standen die Besucher in kleinen Grüppchen zusammen und sprachen noch lange über die Farbgebungen, Kontraste und den Mix aus unterschiedlichen Stilrichtungen.

» Die Ausstellung läuft bis zum 14. März und ist samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.


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