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So., 14.02.2010
Bösenseller Narren im rasanten Aufschwung
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Bösensell - So zahlreich erschienen die Jecken in Bösensell zum K.E.B.-Fest schon seit Jahren nicht mehr. „Die schlechten Zeiten sind vorbei“, begrüßte Showmaster Michael Kunkel bei „Temme“. Prinz Andi I. und Prinzessin Kika I. wurden im voll besetzten Saal mit karnevalistisch guter Stimmung empfangen.
Nach Proklamation und Schlüsselübergabe durch den K.E.B.-Präsidenten Martin Niehoff, ergriff Andi I. das Wort: In einer kurzen Bütt sprach er über den ersehnten Kreisverkehr, das Fußballspielen auf Schlacke und mehr Platz für die Kindergartenkinder. Der langsame Fortschritt der Baustelle auf dem ehemaligen Zumkley-Gelände sowie die nicht zufriedenstellenden DSL-Verbindungen in Bösensell wären allesamt wichtiger als die Stadt-Diskussion in Senden schloss er seine Rede.
Die Tanzgruppe des SV Bösensell trat gleich zweimal vor dem Prinzenpaar 2010, dem Elferrat und dem Publikum auf: Zum einen präsentierte sie einen Gardetanz in Tanzmariechenkostümen. Zum anderen zeigten die jungen Tänzerinnen ihren aktuellen Showtanz. Als Fußballspielerinnen tanzten sie abermals zu Partyhits.
Niklas Sticht trug seine Büttrede, nach der Premiere beim Kinderkarneval am Nachmittag, vor: Mit Witz und Schlagfertigkeit sprach er über die „nicht artigen, sondern großartigen Kinder“, die den Erwachsenen liebend gern Streiche spielen. „Wer hier artig ist, ist wohl an falscher Stell, denn wir sind hier in Bösensell“, lautete die Zusammenfassung des Nachwuchs-Redners.
Die „Hörster Platz Hirsche“ aus Ottmarsbocholt brachten mit ihren Tänzen zu einem mitreißenden Partyhits-Medley die Stimmung des Narrenvolks auf die nächste Stufe. Fünf junge Männer tanzten im Blaumann mit viel Dynamik zum ersten Mal beim Bösenseller Karneval, und hatten sofort die Jecken auf ihrer Seite.
Ruhiger wurde es beim Auftritt des „Prof. Dr. Schüssel“ alias Johannes Backmann. Als Fachmann für die Wissenschaft des stillen Örtchens sprach der Professor über Gepflogenheiten in Deutschland und in der Welt.
Eine Party mit Ehrengästen: Im Jahr 1977 und im Jahr 2000 war Martin Wiedau mit seiner Frau Rita der Prinz im Bösenseller Karneval. Vor 20 Jahren regierten Willi Geßmann und Margret Geßmann die Narren. Franz Hölscher feierte sein 40-jähriges Narrenjubiläum. Er konnte nicht anwesend sein.
Prinzessin Kika I. musste zum Ende des zweistündigen Programms ohne ihren Prinz Andi I. auskommen: Der „multi-kulti“ Prinz hatte nach Karnevalsoberhaupt und Büttenredner als Tänzer im Männerballett seine dritte Rolle beim K.E.B.-Fest.
14 „Milde Kerle“ tanzten voller Leidenschaft zwei verschiedene Tänze. Immer wieder überraschten sie die Zuschauer als Braut, Priester, Mönch oder mit gewagten Akrobatikeinlagen. Nach dem sehr gelungen Auftritt der „Milden Kerle“, die von Kika I. trainiert werden, gab es für das Narrenvolk kein Halten mehr: Mit dem Elferrat aus Bösensell und Ottmarsbocholt, dem dortigen Junggesellenverein und Prinz Heiko I. sowie Funkemariechen Martina I. eröffneten Andi I. und Kika I. die Tanzfläche mal etwas anders: Mit Techno-Hits starteten sie in eine lange Partynacht.
DJ Josef Grothues sorgte mit wechselnden Musikrichtungen dafür, dass die Stimmung lang jeck und ausgelassen blieb.
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