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Mo., 07.12.2009

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Fabelhafte Flöten: Melancholisch und ausdrucksstark

Überzeugte beim Rathauskonzert durch virtuoses Können: das Vegh-Trio mit (v.l.) Svetlana Svoroba, Anita Unyi und Mártón Végh.Foto: (lib)
Von Lisa Bolz

Senden - Vielfalt und Abwechslung zeichneten das Rathauskonzert am Sonntagabend aus, bei dem das Vegh-Trio in ständig wechselnder Besetzung spielte - mal im Trio, mal in verschiedenen Duo-Konstellationen. Das Repertoire des Abends reichte vom Barock bis zur Moderne und bewies den Facettenreichtum der Flöte.

Den Auftakt bildete Georg Philipp Telemanns Triosonate in E-Dur, bei der die Musiker bereits durch ihr Zusammenspiel überzeugten. Das Andante bescherte den Zuhörern eine unaufdringliche und entspannte Melodie, während die schnellen Sätze vor allem durch präzise abgestimmte Artikulation überzeugten. Die folgende ausdrucksstarke „Carmen-Fantasie“ von Francois Borne führte die bekannten Themen aus George Bizets Oper vor Augen wie die Habanera und das Lied des Toreros. Viele Verzierungen in den Variationen zeugten von der Fingerfertigkeit des Interpreten. Die Zuhörer zeigten ihre Begeisterung immer wieder durch Zwischenapplaus.

Dann wandte sich das Programm der Klassik zu: Zwei Arien von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ verzauberten das Publikum. Die „Fantasie op. 79“ von Gabriel Fauré verbreitete sphärischen Klänge der französischen Romantik. Das Werk an sich überlies der Flöte vom melancholischen Anfang bis zum gewitzten und verspielten Ende viel Entfaltungsfreiheit. Den würdigen Abschluss der ersten Programmhälfte bildete Franz Dopplers „Andante und Rondo“. Während zunächst die lyrischen Passagen ihren Eindruck hinterließen, brillierten die Musiker besonders durch das schnelle gegenseitige Zuspiel in den virtuosen Läufen und die aufeinander abgestimmten Phrasierungen.

Der zweite Teil begann mit der ausdrucksstarken „Sonate in D-Dur op. 94“ von Sergej Prokofiev, bei der die Musik in einer tiefen Melancholie und Intensität versank, aber auch virtuose Abschnitte bereit hielt. Sehr bildlich wurde es bei Felix Mendelssohn-Bartholdys „Herbstlied“, bei dem die verwobenen Melodieführungen der Instrumente und die Wellen in der Musik nur zu deutlich die herbstlichen Winde repräsentierten. Das anschließende „Dialogo Angelico“ von Goffredo Petrassi hob sich, als modernstes Stück des Abends ab. Immer wieder fielen sich die Flöten ins Wort und ergänzten den jeweils anderen. Als krönender Abschluss erklang die „Fantasie op. 33“ von Franz und Karl Doppler, in der Mártón Végh (Flöte), Anita Unyi (Flöte) und Svetlana Svoroba (Klavier) noch einmal ihre internationale Klasse unter Beweis stellten. Virtuosität der Musiker und die Qualität ihrer Interpretationen wurden vom Publikum mit viel begeistertem Applaus gewürdigt.


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