Senden
Fr., 05.03.2010
Hallen voll ausgelastet
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Senden - Sport hat in Senden einen hohen Stellenwert - im doppelten Sinne: Sowohl Verwaltung und Politik ist die Förderung der Bewegung viel wert als auch Sendens Bürger pochen auf sportliche Betätigung. Deutlicher Indikator: Knapp 30 Prozent der Bevölkerung - rund 6000 Personen - sind Mitglied in einem Sendener Sportverein. Diese Zahl stellte Günter Melchers, Leiter der Bereich Kultur, Marketing und Sport, den Ausschussmitgliedern vor.
Ungezählt seien darüberhinaus die Bürger Sendens, die sich ohne Mitgliedschaft in einem Verein privat, in Kursen oder Fitness-Centern schweißtreibend ertüchtigen.
Die Angebote der Sportvereine stellen zugleich Sozialarbeit insbesondere für Kinder und Jugendliche dar, hob Melchers hervor. Dass die Jugendarbeit der Vereine „sehr lobenswert“ sei, gab Alfons Hues (CDU) ausdrücklich zu Protokoll.
Bei der Auslastung der Sporthallen seien die Kapazitätsgrenzen erreicht, so die Bilanz von Melchers. Alle Hallen seien „durchweg belegt“.
Von Politikern aller Fraktionen wurde über die Folgen des längeren Unterrichts der heutigen Schüler diskutiert. Bürgermeister Alfred Holz räumte ein „zunehmendes Problem“ ein. Denn: „Durch die Ausweitung des Unterrichts bis in die neunte Stunde werden den Vereinen Hallenstunden weggenommen.“ Bei der Belegung gilt die Formel: Schulsport geht vor Vereinssport, dieser wiederum vor anderen Trägern wie dem Bildungswerk oder den Landfrauen, die ebenfalls Kurse in Sporthallen anbieten.
Für unorganisierte Nutzer bleibt kein Platz. „Thekenmannschaften haben keine Chance“, stellte der Leiter des Ressorts Kultur und Sport klar.
Einigkeit bestand in den Fraktionen, dass die Vereine die Hallen weiterhin kostenlos überlassen bekommen sollten. Sonst müssten die Kosten auf die Mitglieder abgewälzt werden, was einige Familien arg treffen würde.
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