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Fr., 05.03.2010

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Keine Belastung - eher Erfüllung

Einmal pro Quartal treffen sich die Mitglieder des Krankenhausbesuchsdienstes zu einer Besprechung (hinten, v.l.): Helmut Vennemann, Mathilde Havighorst, Toni Fridag und Gisela Laschzok sowie (vorne, v.l.) Peter Lange, Ernie Laumann, Monika Pötter und Maria Lonsert.
Von Sigmar Syffus

Senden - Der Caritas-Gedanke „Liebe für den Nächsten“ ist auch für die 13 Aktiven des Krankenhausbesuchsdienstes Triebfeder des ehrenamtlichen Engagements. Dieser Dienst der Gemeindecaritas St. Laurentius besteht nun seit genau 20 Jahren.

Peter Lang arbeitet seit 19 Jahren im Besuchsdienst von St. Laurentius mit. „Uns geht es darum, Menschen in Not, Krankheit und Einsamkeit nicht allein zu lassen“, berichtete der Sendener, der seit zwölf Jahren Sprecher der Gruppe ist. Diese Aufgabe zu erfüllen, sei keine Belastung, „eher eine Erfüllung“, betont Lange. „Denn ich bekomme das, was ich gebe, durch die Freundlichkeit der Menschen zurück.“

Besucht werden Patienten in den Krankenhäusern der umliegenden Orte. Dazu sind die Mitglieder des Besuchsdienstes in Zweiergruppe einmal im Monat in einem Krankenhaus zu Gast. Vorab werde beim Krankenhauspersonal nachgefragt, ob es Gründe oder Bedenken gegen einen Besuch gebe. „Die Religionszugehörigkeit der Kranken spielt für uns keine Rolle. Die einzige Bedingung ist, dass der Patient oder die Patientin in einem der Sendener Ortsteile lebt. So können wir im Laufe eines Jahres durchaus auf 500 Besuche kommen“, berichtet Peter Lange.

„Etwa 90 Prozent der Patienten freuen sich über unsere Besuch. Es gibt jedoch auch Einzelfälle, die lieber ihre Ruhe haben möchten, oder gerade besucht worden sind. Am meisten freuen sich die Alleinstehenden, die sonst kaum Besuch bekommen“, sagt Peter Lange.

Längst nicht immer werden tiefschürfende Gespräche geführt „Was gibt´s Neues in Senden, oder wie ist das Wetter. Das sind gute Aufhänger, um warm zu werden und in das Gespräch einzusteigen. Dann kann eigentlich über alles geredet werden.“ Im Schnitt, sagt Lange dauern die Besuche etwa 15 bis 20 Minuten. Dabei gebe es drei Grundregeln zu beachten, berichtet Lange: „Wir sprechen die Patienten nicht auf ihre Krankheit an, denn da fängt der Datenschutz an. Wir fragen niemand nach seiner Religion. Und wir schauen nicht auf die Uhr.“

Mittlerweile ist der Altersdurchschnitt der Ehrenamtlichen relativ hoch. Darum würde sich die Gruppe über Nachwuchs freuen. „Wir brauchen Leute, die zuhören können, Einfühlungsvermögen mitbringen und auf Menschen zugehen, die Geduld und eine gewisse Portion Lebenserfahrung mitbringen“, umreißt Peter Lange das Anforderungsprofil.

» Wer sich für eine Mitarbeit im Krankenhausbesuchsdienst interessiert, kann sich unter der Rufnummer 0 25 97/77 59 direkt bei Peter Lange melden.


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