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Di., 02.03.2010
Schneller Surfen bis zum Ende dieses Jahres
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Bösensell - „Bis Ende des Jahres soll das Gewerbegebiet Südfeld in Bösensell definitiv eine Breitbandverkabelung erhalten“, kündigte Bürgermeister Alfred Holz im Anschluss an die Bürgermeisterkonferenz des Kreises Coesfeld am Montag an. Dort stand die Anbindung an ein schnelles DSL-Netz ganz oben auf der Tagesordnung (WN, 2. März). Denn auch andere Städte und Kommunen müssten sich mit schwachen Leitungen herumschlagen, betonte Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann, Sprecher der Konferenz. In ländlichen Gebieten sei die Bereitstellung von Netzen wenig lukrativ für Investoren, daher müssten die Gemeinden und Städte nun nachhelfen.
Für ein Aufatmen aller Sendener mit langsamem Internet ist es aber wohl dennoch zu früh. So ist das Südfeld in Bösensell lediglich eins von drei Pilotprojekten im Kreis und wird daher erheblich früher ausgestattet. „Einen deutlichen Fortschritt haben wir allerdings zu verzeichnen“, berichtete Borgmann.
Mit Hilfe einer Beratungsgesellschaft und der Wirtschaftsförderung des Kreises sei es gelungen Informationen über die Lage und Anschlussmöglichkeiten aller bereits verlegten Leitungen zu erhalten. „Jede Kommune kann auf Basis dieser Erkenntnisse nun individuelle Lösungen für ihre Netze erarbeiten“, so Borgmann weiter.
Dass eine flächendeckende DSL-Versorgung noch dauern werde, hänge nun mit Ausschreibungsverpflichtungen nach geltendem EU-Recht zusammen. „Beim Internet haben wir es leider nicht mit einer öffentlich gesteuerten Versorgung zu tun, sondern mit einem privatisierten Markt“, wies Bürgermeister Holz auf Schwierigkeiten hin.
Weitere Probleme könnte angesichts des Kreishaushaltes 2010 sicherlich auch die Finanzierung bereiten. „Die guten Zeiten sind definitiv vorbei“, resümierte Richard Borgmann mit Blick auf die Zahlen für das kommende Jahr.
Alle Gemeinden müssten auf ihre Rücklagen zurückgreifen, dies sei auch der Erhöhung der Kreisumlage geschuldet. „Jeder Posten auf der Ausgabenseite muss auf den Prüfstand“, kündigten sich auch Kürzungen und Einsparungen in Senden an.
So kam in der Bürgermeisterkonferenz auch die „Euregio“, um eine kritische Hinterfragung nicht herum. Geschäftsführer Harald Krebs stellte die derzeitigen Projekte des deutsch-niederländischen Vereins vor, beispielsweise in der Förderung des Tourismus und der Grenzpendlerunterstützung.
Borgmann: „Ein überzeugender Vortrag, dennoch werden wir unsere Investitionen dort kritisch im Auge behalten müssen.“
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