Senden

Fr., 27.08.2010

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Seelsorger, Zauberer und Hobbykoch

Seine Umzugskartons hat Klemens Schneider noch nicht gepackt: Der neue Pfarrer, der am ersten Advent seinen Dienst in St. Laurentius antritt, bereitet im Sendener Pfarrhaus seinen Wechsel jedoch bereits vor. Foto: (di)
Von Dietrich Harhues

Senden - Das neue Kirchenjahr beginnt für Klemens Schneider mit einer beruflichen Veränderung, beinahe einem neuen Lebensabschnitt. Denn der bisherige Pfarrer von St. Peter Waltrop tritt zum ersten Advent (28. November) seinen Dienst in St. Laurentius an. Der Wechsel war dem Kirchenmann nicht auferlegt worden, sondern sein eigener Wunsch.

Jetzt, wo ihm nur noch wenige Monate in seiner Wirkungsstätte bleiben, spürt er, wie schwer es ist, Freunde und vertraute Menschen hinter sich zu lassen. Nach immerhin 17 Jahren. „Ich freue mich auf Senden, aber im Moment hat der Abschiedsschmerz die Oberhand“, gesteht der Geistliche. Mit einem Schmunzeln merkt er jedoch an, dass manch einer aus Waltrop schon den Sonntagsausflug nach Senden verlegt habe, um zu schauen, wohin der Pfarrer denn wechsele. Und umgekehrt, so Schneider, hätten sich auch Sendener nach Waltrop aufgemacht.

Ein zentrales Ziel nimmt der 56-Jährige mit: „Mein Anliegen ist es, dass die Menschen den christlichen Glauben als heilsam erfahren können und als Bereicherung für ihr Leben.“

Zuversicht verbreiten möchte Schneider in Zeiten, in denen sich oftmals eine gedrückte Stimmung etwa über die rückläufige Zahl von Kirchgängern, Vereinsmitgliedern und Mitwirkenden in Organisationen breit mache.

In Senden treffe er „vielfältige Aktivitäten“ an. Es sei ermutigend, wie viele unterschiedliche Gruppen in der Pfarre aktiv seien, beispielsweise im caritativen und im liturgischen Bereich oder in der Jugendarbeit.

Für ihn komme es jetzt zunächst darauf an, Kontakte zu knüpfen. Welche konkreten Schwerpunkte für seine Arbeit sich daraus ergeben, müsse sich erst noch zeigen.

Es sei „Wesen der Kirche“, als „Volk Gottes gemeinsam auf dem Weg zu sein“. Jeder in der Pfarre könne und solle „seine Begabungen miteinbringen“, animiert Schneider, der auch als Diözesanmännerseelsorger fungiert.

Er selbst muss schauen, wie viel Zeit für seine Hobbys bleibt - Fotografieren, Kochen (asiatische Küche), Bücher schreiben und Zaubern. Denn der Geistliche, der ebenfalls eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen hat, ist zugleich Seelsorger in einem Team als auch Manager, der Veränderungen in der Pfarre mitgestalten muss.


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