Senden

Mo., 21.06.2010

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„Solides Ergebnis in turbulenter Zeit“

Aufsichtsratsvorsitzender Franz-Josef Hüppe (r.) leitete die Generalversammlung des Erzeuggerings Westfalen. Als Gastreferent begrüßten er sowie Geschäftsführer Ulrich Meierfrankenfeld (2.v.r.), Vorstandsvorsitzender Gisbert Welling (2.v.l.) und Vorstand Werner Lödige Dr. Karl-Heinz Tölle (Mitte).

Ascheberg/Senden - „Wir haben das turbulente Jahr 2009 mit Erfolg bewältigt und ein ordentliches Ergebnis erzielt“, erklärte Geschäftsführer Ulrich Meierfrankenfeld vor den Mitgliedern auf der vom Aufsichtsratsvorsitzenden Franz-Josef Hüppe geleiteten Generalversammlung des Erzeugerrings Westfalen im Hotel-Restaurant „Clemens-August“ in Davensberg.

Über 1,8 Millionen Mastschweine wurden von den 1006 angeschlossenen Mitgliedsbetrieben der Beratungsgenossenschaft für Ferkelerzeuger und Mäster mit Sitz in Senden in 2009 vermarktet. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr um mehr als 100 000 Tiere. „Die Betriebe entwickeln sich weiter und werden immer größer“, nannte Meierfrankenfeld als Hauptgrund für diese Entwicklung. „Der Strukturwandel geht unvermindert weiter.“

Auch bei der Anzahl der Sauen gab es ein Plus, heißt es in einer Pressemitteilung der Genossenschaft. In diesem Bereich legte der Erzeugerring Westfalen um etwa 500 Tiere auf 59 500 Tiere mit 136 000 Würfen zu.

Mit ihren 26 Mitarbeitern, darunter 21 Fachberater im Außendienst, hat die in Senden ansässige Genossenschaft nach eigenen Angaben im Jahr 2009 einen Bilanzgewinn in Höhe von 18 900 Euro erwirtschaftet. „Wir haben schon lange nicht mehr so einen guten Abschluss gehabt. Darüber freuen wir uns sehr“, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Franz-Josef Hüppe im Namen von Vorstand und Aufsichtsrat.

Dass dieses positive Ergebnis ausgewiesen wurde, führten der Geschäftsführer und der Aufsichtsratsvorsitzende in ihren Berichten auf die erfolgreiche Strategie des Unternehmens zurück. Der Mix aus Qualität in der Beratung, praxisorientierten Lösungen im Sinne der Landwirte wie zum Beispiel die fachliche Begleitung bei Stallbauten sowie der intensiven und fruchtbaren Zusammenarbeit mit Zuchtunternehmen in der Schweineproduktion und weiteren Partnerorganisationen habe sich bewährt, so die Genossenschaft. Das werde von den Landwirten offenbar auch so gesehen und findet im dem anhaltend positiven Mitgliedertrend seinen Niederschlag, heißt es weiter. 57 Betriebe traten dem Erzeugerring Westfalen in 2009 bei.

Mit einstimmigen Beschlüssen zur Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Feststellung des Jahresabschlusses quittierten die Mitglieder die solide Geschäftsentwicklung in wirtschaftlich turbulenter Zeit. Auch bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat setzten die Anteilseigner auf Kontinuität: Stephan Hölker, Hubert Große Lutermann und Philipp Schulze zur Wiesch wurden einstimmig für eine weitere Wahlperiode im Amt bestätigt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Christian Streyl.

Zum Abschluss referierte Dr. Karl-Heinz Tölle, Chefredakteur des Landwirtschaftlichen Wochenblattes. „Schweineproduktion in NRW, worauf müssen wir uns nach der Landtagswahl einstellen“, lautete sein aktuelles Thema. „Planungssicherheit“ nannte er als wichtigsten politischen Faktor für die Zukunft der landwirtschaftlichen Betriebe. Aber auch die Landwirte ihrerseits seien gefordert, so Tölle: „Leistung entscheidet über die Zukunft.“


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