Senden

So., 30.08.2009

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Starke Stimmung mit Samba, Soul und Spielmannszug

Mit voller Seele dabei: Soulfamily ließen vor allem schwarze Musik auferstehen.Foto: (hh)
Von Helge Holz

Senden - Besser lässt es sich an einem Samstagabend nicht ins Wochenende starten: genüsslich im Becken des „Cabrios“ vor sich hintreiben, den romantischen Sonnenuntergang genießen und sich gleichzeitig von Oldies und RocknRoll in Partystimmung bringen lassen - selbstverständlich mit Live-Musik, nix aus der Konserve.

Für genau dieses attraktive Ambiente übernahmen nicht nur Petrus und die Mitarbeiter des „Cabrios“ die Verantwortung. Just im Schatten des heimischen Freibads zeigten die Musiker der Münsterländer Rockformation „Strongbow“ ihr Können und versorgten die anwesenden Wassernixen und Wassermänner mit Beat- und Rockmusik. Wem das Element dann doch etwas zu nass war oder beim Musikhören lieber auf festem Boden mittanzen wollte, der brauchte nur aus dem Becken zu klettern, sich wieder ausgehfein zu machen und ein paar Schritte weiter zu gehen, dorthin wo sonst noch der „Bär steppt“ - in den Ortskern nämlich.

Alle zwei Jahre ist imAugust ein derartig „perfekter Abend“ möglich. Im Wechsel mit dem Lichterabend im Bürgerpark laden Gemeinde und Gastronomie, die westfälischen Partygänger ins Herz von Senden. In diesem Jahr stellten sich 16 Bands, Spielmannszüge, Tanzgruppen und Musiker dem musikalischen Wettbewerb um die Gunst der Zuhörerschaft

„Viele Musikfreunde haben bereits im Vorverkauf sich mit Armbändern versorgt, die zum Eintritt auf das Veranstaltungsgelände berechtigten“, freute sich Günter Melchers vom Kulturamt über die gute Resonanz. Wen wunderts, schließlich hatten die Gastgeber wieder ein attraktives Programm für den Abend auf die Beine gestellt.

Kaum hatten die Spielmannszüge von Ottmarsbocholt und Senden, sowie das „Freie Musikcorps Senden“ und der Zug „In Treue fest“ den Abend eröffnet, zeigten die Westfalen souverän, dass sie sich nicht vor Samba und brasilianischem Karneval fürchten: Kaum zog die Sambagruppe „Canarinhos“ trommelnd und tanzend durch den Ortskern lockten sie sofort Groß und Klein zum Ort des Geschehens. Dort brauchte es nur wenige Augenblicke, um alle Anwesenden zum Mitschunkeln zu animieren.

Elvis lebt doch noch. Zu diesem Ergebnis kamen ein paar Meter weiter die Sendener, die Ohren- und Augenzeugen wurden, wie Enrico hoch zu Stahlross mit seiner „Roadrevue“ den King of RocknRoll“ wieder zum Leben erweckte.

„Das sind die Besten!“, verrät ein Kenner der Sendener Musikszene und freut sich über den Auftritt der Gruppe. Gleich vor dem Brunnen füllte die „Soulfamily“ die Klassiker eines James Browns und einer Aretha Franklin mit Leben. Auch die Blues Brothers fanden hier ihre Wiederauferstehung - sehr zur Begeisterung des Publikums, das sich tanzend und singend vor der Bühne vom Soul einfangen ließ.

Eine feste Bank auf Partys ist ebenso Abba. Gut, das schwedische Original ist heute schwer für einen Auftritt zu gewinnen, als würdiger Ersatz bot sich jedoch die Band „Finity“ an. Mit ihrer Bühnenpräsenz heizten sie die Stimmung an. Weitere Argumente in Sachen „gute Stimmung“ erhielten wenige Meter weiter die Besucher auf dem Parkplatz Mertens. Hier lockten die Popklassiker aus den letzten 30 Jahren. „Mirage“ hieß die Band, die hier für die strahlenden Gesichter sorgten.

Der inoffizielle Höhepunkt, das „i-Tüpfelchen des Abends“, lockte zum Kirchplatz. „Heute sind es nicht die Frauen, die sich als erstes vor die Bühne trauen“, wunderten sich die Mitglieder von „Stone“. Nomen est omen: kaum hatte die Coverband der „rollenden Steine“ Mick Jagger und Co. ihr musikalisches Leben eingehaucht, da waren es zunächst Männer, die vorne im Takt mittanzten. Lange mussten sich die Mädels aber nicht bitten lassen, bevor auch sie sich von Hits von „Satisfaction“ in den Bann ziehen ließen.


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