So., 09.05.2010

Kreispolitik nach der Wahl Das Land rückt weiter weg

Welche Koalition auch immer rechnerisch und politisch in Düsseldorf möglich wird: Die Kreispolitik wird in Zukunft nicht leichter. Mit den Mandatsverlusten von Wilfried Grunendahl und (wahrscheinlich) Elisabeth Veldhues müssen die Kreistagsfraktionen von CDU wie SPD künftig auf ihre enge Anbindung an die Landespolitik verzichten. Dabei war es genau diese Verzahnung von Fraktionsvorsitz im Kreistag und Landtagsarbeit, die sich bislang ausgesprochen gut bewährt hat. Schade für die Grünen, dass ihr Neu-MdL Norwich Rüße sich diese Doppelaufgabe nicht zutraut.

Auch Landrat Thomas Kubendorff sorgt sich wohl zu Recht um den bislang so guten Draht zur Landesregierung. Während das Land so ein gutes Stück weiter weg rückt, rückt mit dem Euro-Desaster eine Finanzkrise II immer näher, die Kreise und Kommunen vor neue, harte Sparanforderungen stellt.

Auch wenn die CDU im Kreis Steinfurt noch auf relativ gute Ergebnisse verweisen kann: Sie wird in den kommenden Wochen ihre Niederlage analysieren und Konsequenzen daraus ziehen müssen. Dabei wird sie wohl kaum um eine Aufarbeitung der Jasper-Affäre herumkommen können. Viele geben dem „falschen Doktor“ eine gehörige Mit-Schuld am Debakel im Wahlkreis 83 und fürchten einen weiteren, langfristigen Vertrauensverlust. Man darf gespannt sein, wie offen die Partei diese Auseinandersetzung führen wird.

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