Mo., 22.11.2010

Kreis Steinfurt Mastschweine-Boom: SPD stellt dem Landrat kritische Fragen

Kreis Steinfurt - Aus Anlass des Bauantrages der Firma Tegelmann zur Errichtung eines Mastschweinestalls mit mehr als 4000 Mastplätzen in Ibbenbüren-Uffeln stellt die SPD-Kreistagsfraktion dem Landrat des Kreises Steinfurt zwei Fragen zu den Folgen und Auswirkungen dieser überdimensionalen Masttierhaltung und erwartet eine Antwort im öffentlichen Teil der Sitzung des Umweltausschusses am 1. Dezember 2010. Im ersten Teil beziehen sich die Fragen auf die Möglichkeiten und die Qualität der Überprüfung dieses Bauantrages im Hinblick auf Belastungen durch Geruch, Staub und Endotoxine sowie der Notwendigkeit eines Brandschutz- und Verkehrskonzeptes.

Im zweiten Teil geht es um die umweltverträgliche Verwertung von Abfällen. Insbesondere erwartet die SPD eine Antwort auf die Frage, welche Auswirkungen der erhebliche Gülleanfall auf die Nitratbelastung der Gewässer im Umkreis haben. Die Fraktionsvorsitzende Elisabeth Veldhues fragt ganz konkret, ob die Vorgaben der EU-Nitratrichtline überhaupt eingehalten werden, und nach den Folgen für die umliegenden schützenswerten Biotope und Waldflächen.

Elisabeth Veldhues sieht aber auch das grundsätzliche Problem: Massentierhaltung ist kurzfristig an Profitinteressen orientiert und nicht nachhaltig gedacht - weder im Interesse der Landwirtschaft noch bewußter Verbraucher. Hier sind Land und Bundesgesetzgebung gefordert; die Privilegierung der hofnahen Flächen ist in Frage zu stellen. Die kürzlich vom Präsidenten des Bauernverbandes in Schleswig-Holstein vorgeschlagene „Schweinehaltung im gläsernen Stall“ ist gut gemeint, aber keine Lösung des Problems.

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