Zwei Millionen EOC-Kunden pro Jahr erwartet
Mi., 22.02.2012
Erst shoppen, dann radeln
Sp präsentierte sich die EOC-Großbaustelle im Januar. Schon am 30. August soll das Shopping-Erlebnis zwischen Giebelfassaden (kleines Foto) dann Käufer anlocken, die auch als Touristen angesprochen werden sollen.
Ochtrup/Kreis Steinfurt -
Das erweiterte Euregio-Outlet-Center, EOC, in Ochtrup wird am 30. August neu eröffnet. Die Betreiber erwarten dann zwei Millionen Kunden pro Jahr. Landrat Thomas Kubendorff und die Bürgermeister der Umlandgemeinden wollen dieses Potenzial touristisch nutzen.
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Am 30. August wird das Euregio-Outlet-Center in Ochtrup nach seiner Erweiterung neu eröffnet. Mit einer auf 11 500 Quadratmeter verdreifachten Verkaufsfläche wird es dann eines der größten Outlet-Center in ganz Deutschland sein. Ochtrups Bürgermeister Kai Hutzenlaub geht davon aus, dass jährlich zwei Millionen Kunden das Center besuchen werden. Von diesem Magneten sollen auch Ochtrups Nachbarn profitieren. Wie genau das funktionieren könnte, darüber berieten die Bürgermeister der Umlandgemeinden am Dienstag vor Ort mit Hutzenlaub und Landrat Thomas Kubendorff.
Eins der größten Outlet-Center Deutschlands
Das Euregio-Outlet-Center in Ochtrup, kurz EOC, wird derzeit zu einem der größten Outlet-Center in ganz Deutschland erweitert. Im Herbst diesen Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sei. Das OEC wird dann statt 3500 Quadratmetern über eine Verkauffläche von 11.400 qm verfügen. Inklusive der Gastronomie entspricht das einer Bruttomietfläche von rund 15.000 qm. Zum Vergleich: Das Outlet-Center im holländischen Roemond hat 25.000 Quadratmeter, die Outlets in Ingolstadt und Wertheim verfügen über 12.000 und 13.000 qm Bruttomietfläche. Rund 20 Millionen Euro investiert die Hütten Holding GmbH als Betreiber des EOC in den Bau. Neben der neuen Verkaufsfläche in insgesamt sieben Gebäuden entstehen auch 750 neue Parkplätze. Insgesamt soll das EOC 250 Vollzeit-Arbeitsplätze bieten. Offen ist noch, welche Marken nach der Erweiterung neu im EOC zu finden sind.
Der hatte schon im vergangenen Jahr die Idee ins Spiel gebracht, die Strahlkraft des EOC touristisch für die Region zu nutzen. Die Details, so Hutzenlaub, seien noch offen, aber da sei beispielsweise die Tatsache, dass Ochtrup kein Hotel habe, in dem eine Gruppe in Reisebus-Stärke übernachten könnte. Hier sei eine Chance für das Umland. Denkbar sei auch, Fahrräder zu vermieten und auf lohnenswerte gastronomische Ziele in der Umgebung zu verweisen. „Viele Leute werden mehrfach ins EOC kommen. Nach dem Shoppen wollen die auch noch etwas anderes übernehmen und da wollen wir ansetzen.“
So sieht es auch Landrat Thomas Kubendorff. „Wir wollen Ideen entwickeln, die den Shopping-Tourismus auf eine breitere Basis stellen“, sagte er gestern auf Nachfrage. Er kann sich vorstellen, dass Tourismusexperten im Rahmen eines Leader-Projekts ein Konzept entwickeln, das einen Radius von 15 bis 20 Autominuten rund um das EOC abdeckt. Auch für die Finanzierung des Projekts biete die Leader-Förderung eine interessante Perspektive. Attraktives Info-Material, Gutscheine, Radverleih – das seien denkbare Marketing-Ansätze. Natürlich spiele auch ein ortsübergreifender Internet-Auftritt eine wichtige Rolle. Für die Einzelheiten seien jetzt die Tourismus-Experten gefragt.
Die Bürgermeister seien sich jedenfalls einig gewesen, dass dieser Ansatz der richtige sei.. .
