Mi., 19.10.2016

UWG des Kreises tagte Lade-Infrastruktur ausbauen

Kreis Steinfurt/Greven - 

Den demografischen Wandel hat die UWG als wichtige Herausforderung bezeichnet. Auf einer Delegiertenkonferenz hat die Wählervereinigung nicht nur über das Thema beraten.

Der demografische Wandel ist aus Sicht der UWG Kreis Steinfurt die größte gesellschaftliche Herausforderung der kommenden Jahre. „Es wird unsere Aufgabe sein, die Veränderungen alters- und generationengerecht zu gestalten“, so der Vorsitzende Christoph Boll während der jüngsten UWG-Delegiertenkonferenz in Greven. Konkret bedeutet dies den beharrlichen Einsatz für ein Hospiz im Nordkreis, das das Angebot von Haus Hannah in Emsdetten ergänzt. Die UWG freut sich deshalb über Bestrebungen, in Ibbenbüren ein solches Haus einzurichten.

Mit der größeren Zahl älterer Menschen fest verbunden ist die Frage nach deren Mobilität. In einem derart großen Flächenkreis wie dem unseren könne die Antwort nicht der Hinweis auf den ÖPNV sein, egal, ob damit auf Schiene oder Straße gezielt wird. Die Menschen fordern auch auf diesem Sektor individuelle Möglichkeiten.

Der Kreis müsse seinerseits den Bau und die Sanierung von Straßen konsequent vorantreiben. Er sei außerdem gefordert, zumindest koordinierend wenn nicht sogar finanziell zu einer flächendeckenden und einheitlichen Lade-Infrastruktur für Elektromobilität beizutragen, so die einhellige Auffassung der UWG.

Sie bleibt außerdem bei ihrer kritischen Haltung gegenüber den Bemühungen, den Personenverkehr auf der Tecklenburger Nordbahn zu reaktivieren. „Wir trauen dem vorgelegten Zahlenwerk nicht. Zu offensichtlich waren die Bemühungen, die Sache schönzurechnen“, so der stellvertretende Vorsitzende Ludwig Reichert. Sollte das Projekt in den Nahverkehrsplan des Landes aufgenommen werden, erwägt die UWG einen Antrag im Kreistag, der sicherstellt, dass der Kreis keinen Euro in das Reaktivierungsvorhaben investiert, weder direkt noch indirekt in Form höherer Zahlungen an den RVM, erläuterte Boll.

Der Vorsitzende betonte außerdem im Vorfeld der Kreis-Haushaltsberatungen einen völlig eigenständigen Kurs der Wählergemeinschaft. Die beiden Vorjahre hätten deutlich gemacht, dass besonders die beiden großen Fraktionen gerne Mehrheitsbeschaffer suchten, in dem Moment aber, wenn es zum Schwur komme, doch nur ihr eigenes Süppchen kochten. Ein Stellenplus um 50 und gleichzeitig die Entscheidung für einen Millionen teuren Neubau jedenfalls kann sich die UWG nur schwer vorstellen. „Das ist mit unseren Vorstellungen von einer städte- und gemeindefreundlichen Finanzierung des Kreises kaum vereinbar“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Albert Üffing.

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