Kleiner Verbandstag des VdK in Hörstel
Beratungsbedarf ist nach wie vor hoch

Kreis Steinfurt -

„Wenn es den VdK nicht schon geben würde, müsste man ihn in der heutigen Zeit erfinden“, so David Ostholthoff in seinem Grußwort zum „Kleinen Kreisverbandstag“ des 13 600 Mitglieder starken VdK-Kreisverbands Steinfurt. Der Bürgermeister von Hörstel hat dort die wichtige Rolle des VdK in der Gesellschaft unterstrichen. „Sie treten als Anwalt der Betroffenen auf“, lobte er und spielte auf die im Geschäftsbericht für 2016 dokumentierten Leistungen an, die der größte Sozialverband Deutschlands allein im Kreis Steinfurt für behinderte und chronisch kranke Menschen sowie für Rentner und sozial Schwache erbringt.

Mittwoch, 10.05.2017, 15:05 Uhr

Reichlich Polit-Prominenz nutzte den Kreisverbandstag, um sich mit den Delegierten auszutauschen. Hauptredner war Horst Vöge (l.). Den Geschäftsbericht trug die stellvertretende Vorsitzende Dorothea Stauvermann vor.
Reichlich Polit-Prominenz nutzte den Kreisverbandstag, um sich mit den Delegierten auszutauschen. Hauptredner war Horst Vöge (l.). Den Geschäftsbericht trug die stellvertretende Vorsitzende Dorothea Stauvermann vor. Foto: Schwarz

So hat der VdK in der Region im Jahr 2016 über Antrags-, Widerspruchs- und Klageverfahren mehr als 1,5 Millionen Euro an Nachzahlungen und über 83 000 Euro an monatlichen Mehrzahlungen für betroffene Mitglieder erstritten. Das ging aus dem Geschäftsbericht hervor. 6382 Mitglieder haben zudem in den Beratungsstunden des Kreisverbands rechtliche Hilfe gesucht. 7594-mal haben die Spezialisten des VdK am Telefon Auskunft gegeben.

„Es geht weiter“, schwor der Kreisvorsitzende Dr. Reinhold Hemker die Delegierten und Gäste aus den 29 Ortsverbänden darauf ein, Aktionen wie den Kampf um Barrierefreiheit weiter zu unterstützen.

Eigens aus Düsseldorf angereist nahm Horst Vöge , Vorsitzender des VdK-Landesverbands NRW, zu Themen wie Renten, Inklusion, Armut und Pflege Stellung. „Die immer höheren Kosten des Gesundheitssystems und die künftig immer weniger gewährleistete ärztliche Versorgung im ländlichen Raum macht uns Sorgen. Auch im Bereich der Pflege besteht Handlungsbedarf.“ Stichworte, die die Vertreter aller etablierten Parteien in ihren Grußworten aufgriffen. Und so unterschiedlich sich die Lösungsansätze der im Bundes-, Land- oder Kreistag aktiven Politiker gerade angesichts der bevorstehenden Wahlen auch darstellten, so einhellig betonten sie, dass auf diesen Gebieten unbedingt etwas geschehen müsse. „Der VdK ist dabei, wenn es gilt, die Zukunft sozial zu gestalten“, versprach Hemker, bevor die Delegierten die weiteren Punkte der Tagesordnung mit Beratungen, Kassen- und Prüferberichten inklusive einstimmiger Entlastung, Haushaltsplänen sowie Neu- und Nachwahlen abarbeiteten.

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