VdK-Kreisverband Steinfurt
„Pflege muss auch zu Hause möglich bleiben“

Kreis Steinfurt -

Mit der Situation der Pflege im Kreis Steinfurt hat sich der VdK-Vorsitzender Dr. Reinhold Hemker in einem Rundschreiben an die Ortsverbände beschäftigt. Auch eine Studie der Techniker-Krankenkasse spielt in dem Brief eine Rolle.

Mittwoch, 17.01.2018, 11:01 Uhr

Knapp ein Jahr nach Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes fehlen immer noch Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. Sie müssen vor allem finanziell, zeitlich und organisatorisch besser unterstützt werden.“ Das machte der VdK-Kreisvorsitzende Dr. Reinhold Hemker jetzt in einem Schreiben zum neuen Jahr an die 29 Ortsverbände mit fast 14 000 Mitgliedern im Kreis Steinfurt deutlich. „Dazu brauchen wir überall unabhängige Beratungsangebote wie auch ausreichend Kurzzeitpflegeplätze.“

Aktuell leiden, so der VdK-Kreisverband, laut einer Studie der Techniker Krankenkasse rund 40 Prozent der pflegenden Angehörigen unter Dauerstress und sogar jeder Zweite der Befragten habe Schlafstörungen. Um häusliche Pflege dauerhaft zu ermöglichen, sei Kurzzeitpflege demzufolge unverzichtbar. Zumal sie den Betroffenen Gewissheit geben würde, dass für ihre pflegebedürftigen Angehörigen gesorgt ist – auch wenn sie selbst einmal aufgrund einer Krankheit ausfallen, betonte Hemker. Allerdings mangele es vielerorts an entsprechenden Plätzen wie auch an Informationen, dass eine solche Entlastung überhaupt möglich ist. Deswegen müsse gefordert werden, dass der Grundsatz „ambulant vor stationär“ nicht gekippt wird. Selbstverständlich gebe es auch im Kreis und überall gute Pflegeeinrichtungen, die auch weiterhin benötigt werden. Denn nicht jeder Mensch könne zu Hause betreut werden „Da auch wissenschaftliche Studien belegen, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung unter allen Umständen in den eigenen vier Wänden alt werden möchte, muss diesem Wunsch sozialpolitisch Rechnung getragen werden. Und das heißt“, so der Kreisverband, „es muss sichergestellt werden, dass niemand aufgrund von Strukturdefiziten bei der häuslichen Pflege zur Unterbringung in einer stationären Einrichtung gezwungen wird.“

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