Die Angst nehmen
Mi., 01.02.2012
Mitgliederversammlung des Hospizkreises / Margret Hölscher bleibt Vorsitzende
Der neu gewählte Vorstand (v. l .): Renate Moreno-Lopez (Beisitzerin), Isabelle Stemmer (Beisitzerin), Wolfgang Wallmeyer (Kassierer), Margret Hölscher (Erste Vorsitzende), Petra Stolwijk-Storm (Schriftführerin) und Cordelia Balzer-Ickert (Zweite Vorsitzende).
altenberge -
Margret Hölscher bleibt Vorsitzende des Hospizkreises Altenberge: Sie wurde während der Jahreshauptversammlung einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Neben Hölscher, die für die Koordination der Sterbebegleiter verantwortlich ist, gehören dem neuen Vorstand folgende Mitglieder an: Cordelia Balzer-Ickert (Zweite Vorsitzende, Fortbildung), Isabelle Stemmer (Beisitzerin, Trauerarbeit) und Wolfgang Wallmeyer (Kassierer).
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Ausgeschieden sind Marianne Woestmann (Schriftführerin) sowie Manfred Wissing (Zweiter Vorsitzender). Dafür konnten Petra Stolwijk-Storm (Schriftführerin) und Renate Moreno-Lopez (Beisitzerin) gewonnen werden.
Habe die Gesellschaft das Sterben aus der Familie herausgeholt, so müsse nun die Hospizbewegung es wieder dorthin zurückbringen, betonte Margret Hölscher in einer Pressemitteilung. Ein Geburtsvorbereitungskurs bereite die Familie auf die Geburt vor, ein Hospizhelferkurs könne sie auf das Sterben der Angehörigen vorbereiten und ihnen die Angst davor nehmen. Deshalb bemühe sich der Hospizkreis auch, Kinder und junge Leute anzusprechen, wie beispielsweise in der Vorbereitung auf die Firmung oder am Tag der offenen Tür.
Werde die Hospizgruppe angefordert, so überlege sie als Koordinatorin, wer mit der Situation am besten umgehen könne; zu unterschiedlich seien nicht nur die Erwartungen der Angehörigen, sondern auch die Möglichkeiten der Ehrenamtlichen. Eine solche Begleitung findet dann nicht nur in der Familie oder Seniorenanlage der örtlichen Gemeinde statt, sondern im Einzelfall auch im Krankenhaus oder im Hospiz.
In der Regel stellen sich dieser Aufgabe Menschen, die ihr Berufsleben hinter sich haben, so der Hospizkreis weiter. „Nur sind sie damit in einem Alter, in dem gesundheitliche Probleme sich häufen und ihre Mitarbeit nur von begrenzter Dauer sein kann.“ So sind bereits zwei Sterbebegleiterinnen der ersten Stunde aus dem Kreis verabschiedet worden.
Ziel der Hospizarbeit sei es, sich gut vorbereitet auf die Menschen einzulassen. Dies wird durch zahlreiche Fortbildungen, Reflexions- und Supervisionsrunden gewährleistet. Doch auch der Humor als wichtiges Lebenselement spiele im Hospizkreis eine große Rolle. „Hier kann ich richtig und herzhaft lachen und das tut gut“, schilderte ein Begleiter die Bedeutung für seinen Alltag.
Margret Hölscher richtete ihren Dank auch an die meist ungenannt bleibenden Helfer, die für die Veranstaltungen kochen, backen, basteln und sammeln, und die Partner der engagierten Mitglieder, die die Hospizarbeit mittragen.
