„Die Stimmung ist gut“
Do., 02.02.2012
Mitgliederversammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes
Die neu- oder wiedergewählten Vorstandsmitglieder des LOV mit dem Vorsitzenden Hubert Schulte (4. v. r.) und Franz Hüsing (2. v. l.) an der Spitze.
altenberge -
Hubert Schulte bleibt Erster Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes (LOV) Altenberge. Eigentlich hätte der Westenfelder Landwirt den Vorsitz nach neun Jahren gerne in jüngere Hände gegeben. Aber die Mitglieder wählten ihn während der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im gut besuchten Saal Stüer mit überwältigender Mehrheit für weitere drei Jahre an die Spitze des LOV.
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„Die Arbeit in der Berufsvertretung macht mir Spaß“, sagte Schulte, bedankte sich für das Vertrauen der Mitglieder, die Unterstützung durch die landwirtschaftlichen Beratungsstellen und ein gutes Miteinander in der Lokalpolitik. Schulte beklagte aber auch, „dass der wachsende Bürokratismus Familienbetriebe oft überfordere“.
Zu Beginn der Versammlung blickte Vorstandsmitglied Reinhard Sommer auf die wesentlichen Ereignisse der letzten drei Jahre zurück. Er trug einen tadellosen Kassenbericht vor und nach Bestätigung durch die Kassenprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Schulte kam dann auf das gemeinsame Angebot von LOV und Landfrauen „Kinder auf dem Bauernhof“ zu sprechen und lobte Regina Krabbe sowie zwölf weitere Landfrauen für ihr Engagement: „Kindergartenkindern die Landwirtschaft zu erklären und auf dem Bauernhof näher zu bringen, ist ein wichtiger Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit.“
„Die Stimmung in der Landwirtschaft ist gut“, freute sich Hermann Borchert. Der Kreislandwirt sowie Vertreter der Beratungsstellen sprachen über aktuelle agrarpolitische Themen wie den vom Land nicht gedeckten Haushalt der Landwirtschaftskammer, die Unterschriftenaktion „Stoppt Landfraß“ für ein Gesetz zum Flächenschutz, den Tierschutz, das Bauen im Außenbereich, den Antibiotikaeinsatz und Umweltschutzmaßnahmen. „Wir brauchen die Diskussion mit der Bevölkerung nicht zu scheuen“, sagte Borchert und warb bei seinen Berufskollegen für mehr Mut zu Transparenz und Öffentlichkeit.