Ein Geschenk für Musikliebhaber
Di., 21.02.2012
Harfenistin Christiane Steffens begeistert bei Kammerkonzert
Christiane Steffens (kl. Bild) begeisterte beim 120. Kammerkonzert auf der neuen Doppelpedalharfe.
Altenberge -
Die neue Doppelpedalharfe des Sinfonie-Orchesters Münster entfaltete unter den Händen von Christiane Steffens beim 120. Kammerkonzert des Kulturrings Altenberge im Bürgerhaus ihre ganze klangliche Schönheit. Es war ein ganz besonderes Präsent für die Musikliebhaber, die bei diesem Konzert auf höchstem Niveau dem Karnevalstrubel entfliehen konnten. Selten hat man auch die Gelegenheit, einen so tiefen Einblick in die abwechslungsreiche Geschichte der Harfe zu erhalten.
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Christiane Steffens hob in ihrer Moderation die markantesten Punkte aus den vergangenen sechs Jahrtausenden des Harfenspiels hervor. Mit sensibler Kunstfertigkeit ließ sie die englische Volkslied-Melodie „Greensleeves“ erklingen, die mit ihrem melancholischen Charakter perfekt zur Harfe passt. Die verschiedenen Spieltechniken und Klangfarben des Instrumentes zeigte Christiane Steffens bei dem „Chanson dans la nuit“ für Harfe solo aus der Feder des französischen Komponisten und Harfenisten Carlos Salzede. Dieser im 20. Jahrhundert wohl bedeutendste Komponist für Harfe hat mit seinem Chanson ein Werk geschrieben, das mit großer Gefühlstiefe und Klangfarbenreichtum ausgestattet ist. Christiane Steffens spielte in mitreißender Art, verzauberte das Publikum mit den schönen Klängen. Dann wurde der Saitenklang erweitert durch das Mendelssohn-Quartett. Kennt man E.T.A. Hoffmann eigentlich als deutschen Schriftsteller der Romantik, so erlebte man ihn als Komponisten seines „Quintetts für Streichquartett und Harfe“ von einer ganz anderen Seite. Lebendigkeit und Spielfreude versuchte er in dem Quintett mit Klangfarbenreichtum und Esprit aufzuzeigen. Dieses Merkmal des dreisätzigen Quintetts kam den Musikern bei ihrer Interpretation entgegen, sie konnten ihre Qualitäten in einem ausgewogenen Ensembleklang einbringen. Technisch versiert zeigten sich Miahi Ionescu und Stefan Marx an der Violine, Andreas Denhoff an der Viola und Helmut Krack am Violoncello. Mit der Harfenistin Christiane Steffens verband sie ein in sich stimmiger musikalischer Dialog. Passend zu ihrem besonders niveauvollen Spiel war auch das „Streichquartett D-Dur“ aus dem Jahre 1889 von César Franck gewählt. Mit Feinsinn und großer Detailgenauigkeit spielte das Mendelssohn-Quartett. Durch dieses Beispiel ist der Konzertreihe eine wunderbare Facette hinzugefügt worden.