FDP – fast drei Prozent
So., 12.02.2012
Grinkenschmidter feiern Karneval / Daniel Hemker gibt umjubeltes Debüt in der Bütt
Prinz Markus I. (l.) prämierte mit dem „blauen Schlumpf“ und den „Kontakt-Klebern“ die besten Kostüme beim Grinkenschmidter Karneval.
altenberge -
Wenn die Grinkenschmidter Schützen statt grüner Uniform das Karnevalskostüm überstreifen, dann beginnt die heiße Phase der närrischen Tage und bei Bornemann übernehmen die Jecken das Regiment. Der König überlässt dem Prinzen das Kommando und statt „Horrido“ heißt es „Helau und Alaaf“. So war es auch am Samstagabend. Beim dreistündigen Programm aus Tanz, Show, Comedy und Gesang waren bekannte und neue Akteure der Altenberger Karnevalsszene vertreten: Die Familie Feuerstein, die Mauritzer Stiefelchen, das Tanzmariechen, Büttredner Carl Kiepenkerl, die Kolpingfrauen, der Mann des Jahres, die Entruper Buben, die Big Boys und die Choreofeen. Allen voran Prinz Markus I. (Geuker), der von Steinzeitmenschen begleitet in einem Fred-Feuerstein-Gefährt mit einem „Jabba Dabba Du“ auf die Bühne nach „Steintal“ kam. Sitzungspräsident Norbert Rottmann erklärte humorvoll: „Die leben von drei Sachen: Jagen, essen und Liebe machen.“
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Vorjahresprinz Steffi II. übergab den Prinzenstab an seinen Nachfolger und Markus I. begrüßte sein Narrenvolk mit einer launigen Rede. Dabei nutzte er als bekennender Liberaler die Gelegenheit zu Kritik an seiner Partei und übersetzte FDP mit „Fast Drei Prozent“. Als „Engelchen und Teufelchen“ wirbelten die Kolpingfrauen über das Parkett und bekamen wie die Entruper Buben für eine tolle Tanzshow stürmischen Beifall. Prinz Thomas I. von der KG St. Johannes musste die schleppenden Erdarbeiten an der Südumgehung forcieren und auf einem roten Kinder-Bobbycar Sandsäckchen über die im Saal eingerichtete Umgehungsstraße fahren. Eine umjubelte Premiere feierte Daniel Hemker als Carl Kiepenkerl in der Bütt und machte gleich klar: „Kiepenkerle waren früher das Facebook von heute, denn sie brachten Tratsch unter die Leute“. Er erzählte in schönster Reimform Grinkenschmidter Vereinsgeschichten. Nahm aber auch das „Wulffen“ des Bundespräsidenten und das „Pausen“ des Bürgermeisters aufs Korn. „Ein neuer Stern am Grinkenschmidter Himmel“, schwärmte Rottmann. Für seine Verdienste um den Grinkenschmidter Karneval wurde Stefan Harenbrock als „Mann des Jahres“ geehrt. Die Kostümprämierungen gingen an den „blauen Schlumpf“ Conny Hersping und die „Kontakt-Kleber“ vom Erdinger Stammtisch Emsbusch. Nach so viel Ehrungen brachten die „Grinkenschmidter Big Boys“ Sebastian Deitmer und Sven Bockstette im Doppelpack mit Steffi Schulze Isfort und Katja Viefhues beim Comedy-Theater wieder Stimmung in den Saal. Und als die „Choreofeen“ zum Finale nach Musik aus den vergangenen 50 Jahren tanzten, hatte sich Bornemanns Saal längst in ein Narrenhaus voll singender, tanzender und schunkelnder Karnevalisten verwandelt. Mehr Bilder zum Thema in den Fotogalerien auf www.wn.de
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