Kein Aufzug fürs Rathaus

Mi., 08.02.2012

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Alle Sitzungen des Rates und der Fachausschüsse finden ab sofort im Bürgerhaus statt

Kein Aufzug fürs Rathaus : Alle Sitzungen des Rates und der Fachausschüsse finden ab sofort im Bürgerhaus statt

Die Finanzlage der Gemeinde lässt es derzeit nicht zu, das ein Aufzug ins Rathaus eingebaut wird. Im Erdgeschoss befindet sich jedoch ein Raum, in dem Menschen mit einem Handicap von Mitarbeitern der Verwaltung beraten werden können. Foto: mas

altenberge - 

Zwar wurde die endgültige Entscheidung vertagt: Doch es kann davon ausgegangen werden, dass auf den Bau eines Aufzuges im Altenberger Rathaus zunächst verzichtet wird. In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses beschäftigten sich die Kommunalpolitiker mit einem entsprechenden Antrag von Wolfgang Heite, der selbst auf einen Rollstuhl angewiesen ist.


Er moniert unter anderem, dass Bürger mit einem Handicap nicht an Sitzungen des Rates und der Fachausschüsse teilnehmen können. Doch dieses ändert sich bereits ab der nächsten Woche: Ab sofort finden alle Sitzungen im Bürgerhaus statt. Bürgermeister Jochen Paus verwies unter anderem auf die prekäre Haushaltlage, das Defizit betrage derzeit rund 1,8 Millionen Euro. Die Kosten für einen Aufzug belaufen sich seinen Angaben zu Folge auf rund 200 000 Euro. Des Weiteren steht Menschen mit Behinderungen seit dem 1. Januar dieses Jahres im Erdgeschoss des Rathauses ein Besprechungsraum zur Verfügung. Mitarbeiter der Verwaltungen kommen bei Bedarf in diesen Raum, um dort Beratungsgespräche mit Menschen zu führen, die nicht in die oberen Etagen des Rathauses gelangen können. Paus: „Der Raum ist auch für Rollstuhlfahrer erreichbar.“ In der zuvor geführten Diskussion waren sich die Ausschussmitglieder zwar grundsätzlich einig über die Notwendigkeit des Einbaus eines Aufzugs – über die Umsetzung herrschte aber keine Einigkeit. „Wir finden immer Ausreden“, meinte Werner Schneider (Bündnis 90/Die Grünen), und für Ulrike Reifig (SPD) „ist es wichtig, das wir den Aufzug jetzt bauen“. „In der Tat sind wir seit mehreren Jahren in Verzug“, so Günter J. Badersbach (CDU). Dennoch sehe er aufgrund der Haushaltslage der Gemeinde keine Mehrheit dafür, vor 2013 einen Aufzug zu bauen. Zudem dürfe diese Maßnahme nicht losgelöst vom Zustand des Rathauses insgesamt betrachtet werden. Badersbach: „Es ist sanierungsbedürftig.“ Deshalb sei es sinnvoll, ein Gesamtkonzept zur Zukunft des Rathauses zu erstellen. Willi Schöpker (FDP), Werner Schneider und Klaus Leusing (UWG) sprachen sich für die Erstellung einer Prioritätenliste auf, um festzulegen, welche Maßnahmen besonders dringlich sind. Eine Entscheidung, wie konkret mit dem Thema Aufzug verfahren werden soll, wird spätestens in der nächsten Ratssitzung entschieden. Am Montag (13. Februar) beginnt um 18 Uhr im Bürgersaal eine weitere Sitzung des Hauptausschusses.

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