Mi., 20.11.2013

700 Kinder in der Kulturwerkstatt Eine lustige Hühnergesellschaft

Als tiergerechter Hühnerstall wurde die Bühne in der Kulturwerkstatt umgebaut. Das Theater „Hille Pupille“ zeigte das Stück „Und wir sind anders“.

Als tiergerechter Hühnerstall wurde die Bühne in der Kulturwerkstatt umgebaut. Das Theater „Hille Pupille“ zeigte das Stück „Und wir sind anders“. Foto: ter

Altenberge - 

„Es ist schon klasse, die Kulturwerkstatt als richtiges Kindertheater zu erleben“, freute sich Susanne Opp Scholzeng. Samtvorhänge rundherum verdunkelten die großen Werkstattfenster. Ein tiergerechter Hühnerstall war als Bühne aufgebaut. Schließlich spielte das Stück „Und wir sind anders“ vom Kindertheater „Hille Pupille“ in dem Stall.

Von Sigrid Terstegge

Im Rahmen der „Spielzeit Münsterland “ konnten 700 Grundschüler und Kindergartenkinder aus dem Kreis Steinfurt in dieser Woche an insgesamt acht Vorstellungen teilnehmen. Die Stücke durften sich die Kinder aus einer vorgegebenen Auswahl selbst aussuchen. Darstellende waren die Figuren vom Dülmener Theater „ Hille Pupille “, das Theater „die da“ aus Telgte, „Rood Verlangen“ aus Enschede und als Initiator der Spielzeit das Theater „Don Kid‘schote“ aus Münster.

„Wir haben hier im Kreis Steinfurt die Kulturwerkstatt als einzigen Veranstaltungsort ausgewählt“, erzählte Christoph Bäumer vom Theater „Don Kid‘schote“. Das beruhe auf den langjährigen guten Beziehungen zur Kulturwerkstatt und dem herausragenden Engagement von Susanne Opp Scholzen. „Nur eine Mail an die Schulen und Kindergärten zu schicken, reicht nicht“, meinte Bäumer. Acht ausverkaufte Vorstellungen und zahlreiche Sponsoren, die den Kindern einen günstigen Eintrittspreis ermöglichten, bekommt man nur durch persönlichen Einsatz, betonte Bäumer.

Und dann standen auch schon die dritten und vierten Klassen der Borndalschule vor dem Eingang. Sie hatten sich die lustige Hühnergesellschaft , bunt zusammengewürfelt aus vielen Nationen, ausgesucht. Serge, der Hahn aus Frankreich, die deutsche Henne Gertrud, Heather aus England, Susi und Babsi aus den Niederlanden und die spanische Juanita. Zu dem Federvieh gesellten sich noch Fuchs Hansi, der eigentlich viel lieber Zorro heißen möchte, und Stinktier Willi.

In der Hühnerschule lernten alle Flattertiere erst einmal die gleiche Sprache. Da kann man sich unterhalten und vielleicht auch zusammen Karten spielen – Serges Lieblingsbeschäftigung. Fuchs Hansi wurde vom Bauern aufgezogen und frisst Katzenfutter. Damit gibt sich auch Willi zufrieden, der doch schon ziemlich anders ist als die Hühner. Er wird von den Hühnern dann auch aus dem Stall geworfen, weil er dort vor lauter Aufregung einen stinkenden Pups loslässt. Allerdings ist er derjenige, der als einziger die Regeln des Kartenspiels Maumau kennt. So werden sich Serge, Willi, Hansi und die Hühner einig. Willi darf bleiben, wenn er zum Pupsen vor die Tür geht.

Mit reichlich Applaus bedankten sich Kinder und Lehrer für das unterhaltsame Stück, gespielt von Hille und Klaus Menning. Die „Spielzeit Münsterland“ endet am morgigen Freitag.

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