Anzeige

So., 10.01.2016

Lob für ehrenamtliches Engagement Willkommenskultur ist beispielhaft

Im voll Saal Bornemann waren neben den Vertretern der zahlreichen Vereine und Verbände sowie der Kirchen auch die „Stammgäste“, MdB Karl Schiewerling (CDU) und Altbürgermeister Bernhard Gerdes.. Sie wurden besonders herzlich begrüßt.

Im voll Saal Bornemann waren neben den Vertretern der zahlreichen Vereine und Verbände sowie der Kirchen auch die „Stammgäste“, MdB Karl Schiewerling (CDU) und Altbürgermeister Bernhard Gerdes.. Sie wurden besonders herzlich begrüßt. Foto: Held

Altenberge - 

Viele kritische Worte fand Bürgermeister Jochen Paus beim Neujahrsempfang im Saal Bornemann über die gegenwärtige politische Situation in Deutschland, bedingt durch die Flüchtlingswelle. Als beispielhaft würdigte er das Engagement der Altenberger, die die Gäste wie Gäste begrüßen und behandeln.

Von Detlef Held

Kritische Anmerkungen zur aktuellen politischen Lage in Deutschland waren der Schwerpunkt der Begrüßungsrede von Bürgermeister Jochen Paus beim Neujahrsempfang im voll besetzten Saal der Gaststätte Bornemann am Sonntagmittag.

„Wir stehen vor einem Scheideweg in Deutschland“, mahnte Jochen Paus, dass nicht Angst, Sorge und Pessimismus sondern Zuversicht, Mut, Hoffnung und Optimismus die Triebfeder sein muss, die derzeit wohl größte Herausforderung Deutschlands nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 zu meistern.

Paus: „Immer im Herbst geschieht in unserem Land Besonderes, wandelt sich die Bundesrepublik. Der November 1989 wurde unverhofft zum schönsten deutschen Herbst. Damals fielen Mauern, heute wünschen sich viele Menschen angesichts der Flüchtlingswelle wieder eine robuste Staatsgrenze.“ Viele bezweifeln, ob wir die Herausforderung auch schaffen.“

Die Flüchtlingskrise sei vor allem dem Versagen der europäischen, eng auf nationale Interessen ausgerichtete Politik geschuldet, ist Paus überzeugt. Daher gelte es, die Prinzipien des Grundgesetzes zu bewahren. Paus: „Es klingt hart, aber Grenzsicherung, Gewaltmonopol, Justiz und Militär sind Begriffe, die nun auf der Tagesordnung stehen. Ohne sie sind Freiheit und Demokratie nicht zu haben. Auch daran muss sich eine Integrationspolitik messen lassen.“

Wie Integration funktionieren kann, beweisen in Altenberge die vielen ehrenamtliche Helfer des Rundes Tisches Asyl, stellte Jochen Paus im zweiten Teil seiner Ansprache heraus. Stellvertretend für alle bedankte er sich bei der Lenkungsgruppe mit Franziska Mahlmann, Ulrike Reifig, Thorsten Jokuff, Ulf Schlien, Hartmut Formann, Cornelia Landsknecht, Klaus Dieter Treuenfeld für ihr Wirken, eine Willkommenskultur nicht nur auf dem Papier zu haben. Die Kleiderkammer, die Fahrradwerkstatt, der Sprachunterricht oder die Familienpatenschaften – in Altenberge hat man für jede ausländische Familie ein Patenschaft gefunden – sind nur einige der vielen Aktivitäten, die zeigen, wie eine friedliches Miteinander funktionieren kann. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir hier in Altenberge eine solche bemerkenswerte ja vorbildliche Hilfsbereitschaft haben.“

Für den musikalischen Rahmen des Empfanges sorgte die Musikschule Altenberge mit der eigenen Formation „Unterkrainer“.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3729233?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F