Fr., 22.01.2016

Weitere Verbotschilder aufgestellt Bauhof hat reagiert

Der Bauhof stellte jetzt diese Verbotsschilder auf – mit dem entscheidenden Zusatz „Durchgangsverkehr“.

Der Bauhof stellte jetzt diese Verbotsschilder auf – mit dem entscheidenden Zusatz „Durchgangsverkehr“. Foto: mas

Altenberge - 

Weitere Verbotsschilder für den Durchgangsverkehr wurden jetzt aufgestellt. Damit soll erreicht werden, dass die Verkehrsbelastung reduziert wird. Ab April folgen bauliche Veränderungen. Wer im Zentrum ein Ziel hat, darf wie bisher in den Ortskern fahren.

Von Martin Schildwächter

Im Dezember 2012 wurde die Südumgehung (K 50 n) freigegeben. Kurz zuvor ließ die Gemeinde den Verkehr im Zentrum zählen: Rund 12 600 Pkw fuhren damals täglich über die Boakenstiege. Aktuell liegt die Zahl bei etwa 7100. Doch es sollen noch deutlich weniger werden. Das Ziel für das Jahr 2030: Etwa 3500 bis 4000 Fahrzeuge pro Tag. Um das zu erreichen, sind noch viele Arbeiten zu erledigen. Und dazu gehört momentan auch die Beschilderung, die in der vergangenen Woche bei einigen Bürgern für Verwirrung sorgte (wir berichteten).

Doch nun hat die Gemeinde reagiert: Der Bauhof stellte an die Zufahrtsstraßen Verbotsschilder auf – allerdings mit dem entscheidenden Hinweis „Durchgangsverkehr“. Nur darauf bezieht sich das Verbot. „Wer im Zentrum ein Ziel hat, ist natürlich berechtigt, auf diese Straßen zu fahren“, betont Bürgermeister Jochen Paus.

Wie berichtet, hatte der Landesbetrieb Straßen NRW auf einigen Verkehrsschildern Durchfahrtverbotsschilder aufgeklebt – allerdings fehlte der Hinweis, dass sich dieses Verbot nur auf den Durchgangsverkehr bezieht. Dort soll in Kürze nachgebessert werden, habe der Landesbetrieb Straßen NRW zugesagt, erklärt Jochen Paus.

Mit dem Aufstellen der neuen Schilder wurde nun die erste Stufe der von der Bezirksregierung Münster geforderten Testphase eingeläutet. In drei Monaten wird erneut gezählt, ob die Verbotsschilder Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben. „Der Erfolg davon ist sicher mit einem Fragezeichen zu versehen“, meint Jochen Paus.

Unabhängig davon startet ab April „Phase 2“. Und die wird die Verkehrsteilnehmer dann endgültig vor die Frage stellen, ob sie die „Abkürzung“ durch den Ortskern wählen möchten. „Dann kommt die Möblierung“, kündigt der Bürgermeister an. So sollen unter anderem sogenannte Berliner Kissen auf die Boakenstiege installiert werden. Vergleichbare „Exemplare“ gibt es bereits auf der Königstraße. Letztendlich müsse der „Durchgangs-Widerstand“ erhöht werden, kündigt Paus an. Auf der Bahnhofstraße soll dann ein Extrastreifen für Radfahrer angelegt, die Fahrbahnbreite auf sechs Meter begrenzt und Hindernisse („Westfalen-Poller, Blumenkübel) aufgestellt werden.

Grund für die insgesamt sechsmonatige Testphase: Die Gemeinde beantragt für den Umbau der Ortsmitte (Kosten rund 2,5 Millionen Euro) Städtebaufördermittel. Gerechnet wird im Rathaus mit einem Zuschuss in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Das Geld soll dann fließen, wenn vorab „die Tendenz zu erkennen ist, das sich die Verkehrsbelastung durch die Testphase erkennbar reduziert“, erläutert Jochen Paus.

Geht alles glatt, rechnet die Gemeinde mit einem Zuwendungsbescheid für Ende 2016. Anschließend könnte dann mit der Umsetzung des Umbaus der Boakenstiege begonnen werden.

 

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